Obduktionsergebnis noch nicht bekannt

Toter Häftling in Ziegenhain: Weiter Proteste mit Klopfzeichen

Schwalmstadt. In der Nacht zum Montag machten gegen Mitternacht wieder Insassen des Ziegenhainer Gefängnisses mit einer knapp zehnminütigen Klopfzeichenaktion auf sich aufmerksam. Damit sorgt der Tod eines Sicherungsverwahrten in der Haftanstalt weiter für Unruhe.

Nach Angaben von Thomas Henning, der mit seinem Gießener Büro die Interessen Gefangener vertritt, soll der Gefangene an einem schweren Leberschaden gelitten und auf eine Lebertransplantation gewartet haben. Unter anderem wirft Henning in einem Schreiben der Anstaltsleitung vor, dass es 40 Minuten gedauert habe, bis ein Arzt erschienen sei. Henning moniert zudem, dass dem Gefangenen der Krankenhausaufenthalt in einem speziellen Vollzugskrankenhaus verweigert worden sei. Aus Hennings Schreiben geht außerdem hervor, dass der Verstorbene sich geweigert habe, sich in das Kasseler Gefängniskrankenhaus einweisen zu lassen.

Laut Justizministerium wurden im Zusammenhang mit dem Todesfall - wie üblich - Ermittlungen aufgenommen. Das Ministerium hält weiter daran fest, dass kein Fehlverhalten vorliegt. Das Ergebnis einer Obduktion lag gestern dem Pressesprecher Dr. Hans Liedel noch nicht vor.

Er bestätigte, dass weiterhin Sicherungsverwahrte die Anstaltskost verweigern, sich allerdings aus eigenen Vorräten ernähren. (syg)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Grede

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