Obermelsungen: Sorge ums Gemeindehaus

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Einige Mitglieder des Förderkreises im Gemeindehaus: Irene Galitzki von links, Inga Worst, Kurt Gerlach, Beate Hruschka und Martina Kappacher-Hnilitschka.

Obermelsungen. Das Gemeindehaus in Obermelsungen ist aus dem Gemeindeleben nicht wegzudenken – davon ist Beate Hruschka überzeugt. Aus finanziellen Gründen ist die Zukunft des Gebäudes jedoch ungewiss. Nun versucht ein Förderkreis, das Gemeindehaus zu erhalten.

Beate Hruschka ist eine von derzeit 13 Mitgliedern, die sich in diesem Kreis engagieren.

Bisher kam der Kirchenkreis für die Kosten auf. Wie das Kirchenkreisamt bestätigt, ist das künftig nicht mehr der Fall. Mehrere Gemeindehäuser würden nicht mehr bezuschusst. Der Grund: Auf die Personenzahl bezogen gebe es in Anbetracht der Finanzen zu viele Häuser. Das Geld, das eingespart wird, komme den verbliebenen Häusern zugute.

„Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, beschreibt Hruschka die Lage, in der sich vor allem der Kirchenvorstand befindet. „Wenn nichts passiert, bleibt das Haus im Winter zu.“ Schlimmstenfalls drohe irgendwann der Abriss.

Insgesamt sei das Anfang der 80er-Jahre errichtete Gebäude in einem normalen Zustand. Das habe ein unabhängiger Architekt bestätigt, erklärt Hruschka. Kosten verursacht es dennoch. „Das Haus ist nicht ausgelastet, das ist uns klar“, sagt Hruschka. Dennoch sei es notwendig. Es biete beispielsweise Toiletten für Kirchenbesucher, und nach den Gottesdiensten finden im Gemeindehaus Veranstaltungen statt. Das weiter von der Kirche entfernte DGH sei keine Alternative.

Der größte Kostentreiber ist die Nachtspeicherheizung. Sie muss so schnell wie möglich durch eine günstigere Heizung ersetzt werden. Das steht beim Förderkreis ganz oben auf der Liste.

Vorher kommen jedoch organisatorische Schritte: Aus dem Förderkreis soll ein Förderverein werden. Das und der Entwurf für den Nutzungsvertrag müsse noch mit dem Kirchenkreisamt abgesprochen werden, sagt Hruschka.

Irgendwann soll der Förderverein die Kosten für das Haus selber tragen können, beschreibt Beate Hruschka das Ziel. Das Gebäude könnte auch für nicht-kirchliche Aktivitäten genutzt werden, um die Auslastung zu erhöhen.

Zurzeit engagieren sich Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten im Förderkreis, erklärt Hruschka: Mitglieder des Kirchenvorstands seien dabei, aber auch interessierte Bürger, beispielsweise ein Schreiner, ein Steuerberater und ein Manager. „Das sind Leute, die kreativ sind und anpacken können“, sagt Beate Hruschka. Jeder soll seine individuellen Gaben in das Projekt einbringen.

Von Eugen Maier

Quelle: HNA

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