Gustav-Heinemann-Schule: Entlassungsfeier fand im Borkener Bürgerhaus statt

Offene Schule ist ein Erfolg

Sie machten die besten Schulabschlüsse: hinten links Schulleiter Heinz Meier, Nadja Hälbig, Lea Biederbick, Sarah Martin, Jennifer Kurz, Kyra Trebing, Jennifer Esau, Jana Mrosek, Rektor Gerhard Faßhauer; vorne hockend von links Dennis Platte, Jan Becker und Jannik Rauch. Foto: privat

Borken. Der erste Jahrgang, der die als Offene Schule neu konzipierte Gustav-Heinemann-Schule in Borken verlässt, wurde jetzt in einer Feierstunde im Bürgerhaus verabschiedet. Umrahmt von Musikbeiträgen der Bläserklassen 5b und 6b, der Gitarrengruppe sowie einem Balladenrap der Schulband erlebten die Gäste eine kurzweilige Feier, deren Höhepunkt die Übergabe der Abschlusszeugnisse durch Schulleiter Heinz Meier und die vier Klassenlehrer Gabriele Blacha (10a), Volker Gerloff (10b), Bernd Hüther (10c) und Renate Quell (10d) war.

Auf witzige und rührende Weise fassten die Abschlussschülerinnen. Kyra Trebing und Lisa Sikora ihre Jahre an der Schule zusammen.

Die Schüler hatten sich vor sechs Jahren gemeinsam mit dem Kollegium der Schule auf den Weg in das Wagnis einer Integrierten Gesamtschule gemacht. Das heißt, sie wurden nicht mehr von Anfang an in Haupt-, Realschul- und Gymnasialklassen aufgeteilt, sondern vom 5. bis zum 8. Schuljahr in heterogenen Lerngruppen gemeinsam unterrichtet. Erst mit Beginn des 9. Schuljahres wurden neue, abschlussbezogene Klassenverbände gebildet.

Guter Schulerfolg

Dass diese Umstellung dem Schulerfolg der Kinder dienlich war, beweisen die Abschlussergebnisse: 19 Prozent der Schüler hatten am Ende der Grundschulzeit eine Hauptschulprognose, 39 Prozent eine Realschul- und 35 Prozent eine gymnasiale Prognose.

Vier ehemals mit Hauptschulprognose aus der Grundschule entlassene Schüler sowie zehn mit Realschulprognose erreichten schließlich im 9. Schuljahr die Zuordnung zu einer der beiden Gymnasialklassen.

Mit einer Ausnahme wechseln alle Gymnasialschüler der Klassen 10c und 10d nach den Sommerferien in die Fachoberschule oder in die gymnasiale Oberstufe der umliegenden Gymnasien.

Ähnlich erfreulich verlief die Schulkarriere der Schüler der beiden integrierten Haupt- und Realschulklassen. Von den 15 Schülern, die in der Grundschule lediglich eine Hauptschulprognose hatten, erreichten, ebenfalls mit einer Ausnahme, alle den Realschulabschluss und sogar eine den qualifizierten Realschulabschluss.

Insgesamt neun Schülerinnen und Schüler aus den 10. Klassen wurden mit einem Notendurchschnitt besser als 2 ausgezeichnet: Jennifer Esau (1,3), Jan Becker (1,6), Lea Bie-derbick (1,6), Sarah Martin (1,7), Jana Mrosek (1,7), Jennifer Kurz (1,8), Nadja Hälbig (1,9), Dennis Platte (1,9) und Jannik Rauch (1,9).

Ermutigende Reaktionen

Auch das Schülerfeedback war sehr ermutigend, hieß es bei der Entlassungsfeier. Besonders die Rhythmisierung des Schulalltags wurde gelobt: Die heutigen Abschlussschüler gingen von Anfang an nicht mehr mittags nach Hause, sondern verbrachten jeden Tag von acht Uhr bis 15.30 Uhr in der Schule. Die Gustav-Heinemann-Schule sei damit zur ersten sogenannten gebundenen Ganztagsschule der Schwalm-Eder-Kreises geworden, hieß es.

Der Pflichtunterricht für die Schüler blieb bei sechs Unterrichtsstunden pro Tag, die auf den ganzen Tag verteilt und durch längere Pausen mit verschiedenen Angeboten aufgelockert werden

Ein Herzstück dieser Rhythmisierung war die Einführung von Selbstlernzeiten, in denen die Schüler unter Anleitung eines Lehrers ihre schriftlichen Aufgaben anfertigen, so dass sie sich nach Schulschluss Familien, Freunden und Hobbys widmen können. (red) ARTIKEL LINKS

Quelle: HNA

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