Alltag mit allen Sinnen wahrnehmen

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Ein breites Spektrum an Hilfsmitteln für sehbehinderte und blinde Menschen: Die Firma Optelec entwickelt und vertreibt unter anderem Seh- und Lesehilfen.

Treysa. Fühlen, Hören, Sehen – diese drei Sinne tragen maßgeblich zu einer sensiblen und geschärften Wahrnehmung bei. Doch nicht jedem Menschen stehen alle Sinne zur Verfügung. Von Geburt an, durch Unfälle oder Krankheiten kann die Wahrnehmung beeinträchtigt sein.

Die deutsche Niederlassung der Firma Optelec in Treysa bietet sehbehinderten und blinden Menschen ein breites Spektrum an Hilfsmitteln an. Dabei überzeugen die Geräte nicht nur durch ausgereifte Technik aus eigener Entwicklung und Produktion, sondern ebenso durch einfache Handhabung und modernes, nicht stigmatisierendes Design. „Betroffene wahren mit unseren Geräten in der Schule, im Beruf oder auch zuhause weitestgehend ihre Selbstständigkeit“, erklärt Geschäftsführer Werner Schwegler (55), der selbst vor vielen Jahren erblindete. Zum Portfolio gehören Blindenschrift, Vorlese- aber auch Vergrößerungsgeräte.

Das Jubiläum wird in der Fritzlarer Straße 25 gefeiert

Ende Juli blickt das Unternehmen auf 25 erfolgreiche Jahre zurück: Das Jubiläum soll am Sonntag, 27. Juli, von 10 bis 18 Uhr gebührend gefeiert werden. Rund um den Betrieb in der Fritzlarer Straße 25 in Treysa erwartet die Gäste ein informativer und erlebnisreicher Tag. Willkommen sind nicht nur Kunden, sondern alle, die mehr über die Unterstützung der Sinne erfahren möchten.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten werden in der Niederlassung Geräte entwickelt, produziert und zu Händlern in die ganze Welt verschickt. Als eines der ersten Unternehmen der Branche brachte der Gründer die patentierte Piezobrailletechnologie auf den Markt. Dadurch konnten erstmals elektromechanische Braillemodule – Braille hieß der Erfinder der Blindenschrift – mit kleinsten Abmessungen und geringem Stromverbrauch hergestellt werden.

„Die Menschen sind mobiler geworden. Das ist auch bei den Alltagshilfen enorm wichtig geworden“, weiß der Geschäftsführer. Modernste Technik ermöglicht es heute, problemlos zu lesen, Fotos zu betrachten, am Computer zu arbeiten, sogar Unterschriften zu setzen. Elektronische Lupen im Handyformat gehören zu den kleinsten elektronischen Lesehilfen mit vollautomatischer Bedienung.

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PDF der Sonderseite 25 Jahre Optelec

Aktuell hat das Unternehmen ein Vorlesegerät revolutioniert. „Wichtig ist, dass das Gerät keine stigmatisierende Außenwirkung hat“, erklärt Schwegler. Deshalb ähnele das neue Lesegerät einem Tablet. Zum Tag der offenen Tür wird ein weitere Neuentwicklung des Konzerns vorgestellt: „Das ist die erste Präsentation einer neuen Produktgeneration von Lesegeräten in Deutschland“, verdeutlicht Schwegler. Fünf Modelle werden den Gästen zum Ausprobieren und Kennenlernen zur Verfügung stehen.

Wichtig ist dem Team zudem, Menschen für die Hilfsmittel zu sensibilisieren. Ein Großteil der Betroffenen wisse nicht, welche Möglichkeiten es mittlerweile gebe. Fühlen, Hören, Sehen – wer all das mit allen Sinnen erleben will, der sollte sich von den Experten beraten lassen. Das Team von Optelec freut sich auf seine Besucher.

Das Programm:

10.30 bis 11 Uhr und 13.30 bis 14 Uhr: Führhundevorführung

11.30 bis 12 Uhr: Kantenfilter – Verbesserung des Kontrastsehens bei Augenerkrankungen

12.30 bis 13 Uhr: Sehen im Alter

14.30 bis 15 Uhr: Altersbedingte Makuladegeneration

14 bis 18 Uhr: Kostenloser Sehtest (zsr)

Quelle: HNA

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