150 Teilnehmerinnen bei der Frauenkonferenz Schwalm-Eder im Borkener Bürgerhaus

Ohne Mut geht gar nichts

Mut und Motivation: Bei der Frauenkonferenz Schwalm-Eder trafen sich am Montag 150 Frauen aus dem ganzen Landkreis im Borkener Bürgerhaus. Die beiden Organisatorinnen Trudi Michelsen vom Frauenbüro (links), und Erika Koch von der vhs (ganz rechts) mit den Referentinnen Silvia Kann-Staudt, Mechthild Jansen, Christa Maria Rosch und Dorothee Lippenmeier. Foto:  Brandau

Schwalm-Eder. Wenn Frauen Dinge verändern wollen, brauchen sie einen klaren Blick auf die Zustände, Mut und – Warmherzigkeit. Vor allem ohne letzteres kann für Christa Maria Rosch kein Erfolg von Dauer sein.

Die Kommunikationstrainerin sprach am Montag bei der Frauenkonferenz vor 150 Frauen aus dem Schwalm-Eder-Kreis im Borkener Bürgerhaus. Die Veranstaltung, die das Frauenbüro mit vhs, Frauennetzwerk, Frauenbündnis und der Landeszentrale für politische Bildung organisiert hatte, stellte die Aspekte Mut und Motivation in den Mittelpunkt der Referate und der Arbeitsgruppen.

Doch bis es sich in den Workshops um Themen wie Selbstpromotion und um eigene Fähigkeiten und Talente drehte, ging Christa Maria Rosch auf die Lebensläufe von prominenten Frauen ein. Sie alle haben die Gesellschaft ihrer Zeit wenn nicht verändert, so doch beeinflusst. Ob Elisabeth Selbert, Rosa Luxemburg, Angela Merkel, Regine Hildebrandt oder Marion Gräfin von Dönhoff – sie alle, sagte Rosch, stellten Synonyme für den Kampf gegen Hass, Krieg und Vorurteile dar.

Aristoteles, der Frauenfeind

Frauen gegenüber gebe es seit der Antike viele Vorbehalte und Vorurteile, berichtete Rosch und verwies auf Aristoteles. Der griechische Philosoph – der heute wohl als klassischer Frauenfeind bezeichnet würde – schürte schon 300 v. Chr. die Idee, dass Frauen wenig Hirn hätten, da sich in in ihren Köpfen mehr Wasser sammele als in denen von Männern. Gegen diesen abstrusen Gedanken und die daraus geschlossenen Thesen kämpften in den nächsten Jahrhunderten ungezählte Frauenrechtlerinnen an, um der Idee einer gerechteren Welt näher zu kommen.

Im Erfolgsfalle aber immer mit jenen Eigenschaften, die Christa Maria Rosch forderte: Verstand, Mut, Visionen und Warmherzigkeit. Wie es aussieht, wenn gerade Letzteres fehle, machte Rosch mit einem Namen klar. Sie nannte Gloria von Thurn und Taxis als bestes Beispiel dafür, dass Macht, Prestige und Herzenskälte allein keine Garanten für den Erfolg seien.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

Kommentare