Pfarrerin Irene Umbach (58) verlässt Spieskappel – Verabschiedung ist morgen

Ohne Handy ging nichts

Neue Aufgabe im Kirchenkreis Fritzlar: Zehn Jahre lang war Pfarrerin Irene Umbach für Linsingen, Todenhausen und das Diakoniezentrum zuständig. Foto: Rose

Frielendorf. Zehn Jahre war Pfarrerin Irene Umbach im Kirchspiel Spieskappel-Frielendorf für die Gemeinden Linsingen und Todenhausen sowie für das Diakoniezentrum zuständig. Am Sonntag wird die 58-Jährige in der Klosterkirche verabschiedet. Seit 1. September ist Irene Umbach mit Vertretungsdiensten im Kirchenkreis Fritzlar betraut.

„Was ich hier in in Spieskappel vorgefunden habe, war eine lebendige Gemeinde“, erzählt die in Baunatal aufgewachsene 58-Jährige. Voraus gegangen waren Pfarrstellen in Gensungen und Istha. Ab 1986 teilte sie sich fünf Jahre lang mit ihrem Mann Dr. Helmut Umbach – derzeit Dekan des Kirchenkreises Fritzlar – eine Pfarrstelle in Balhorn. Neun Jahre in Kassel-Wilhelmshöhe schlossen sich an.

Belebung der Frauenarbeit

Die Pfarrstelle in Spieskappel schien ihr geeignet: „Ich wollte näher an den Menschen sein und auch der Bischof befand, dass das was für mich ist“, erzählt sie. Ursprünglich sei diese zweite, halbe Pfarrstelle für die Diakoniestation gedacht gewesen. Doch die Gemeinde wuchs und auf Irene Umbach kamen zusätzliche Aufgaben zu. Sie belebte die Frauenarbeit, organisierte regelmäßige Treffen. „Besonders toll fand ich die Vorbereitungen für die Weltgebetstage“, erklärt Umbach.

Gern erinnert sie sich an den Kindergottesdienst. Im Jahr 2004 habe sie mit den Kindern ein Singspiel einstudiert und aufgeführt. Spannend sei die Aufgabe im Diakoniezentrum gewesen: „Häufig auf Abruf, ohne Handy ging da nichts.“ Neben Besuchen habe sie die samstäglichen Gottesdienste koordiniert. „Dabei hat mich immer ein gutes Team unterstützt. Auch die Konfirmanden waren eingebunden und haben dort Dienst übernommen“, erzählt die 58-Jährige. Hand in Hand sei die Arbeit mit dem Kollegen der ersten Pfarrstelle gegangen: „Ich habe hier insgesamt wenig Ärger, sondern sehr viel mehr Freude erlebt“, sagt sie. An besondere Momente wird sich Irene Umbach gern zurück erinnern: Etwa an die erste und einzige Hochzeit in ihren zehn Jahren in Linsingen. „Da kam das Brautpaar mit dem Frontlader.“ Mit Linsingen verbindet sie auch die Erfahrung, am frühen Morgen des 25. Dezembers in einer Schneewehe stecken geblieben zu sein. „Das war kurz vor dem Gottesdienst um 6.30 Uhr und man musste mich und das Auto mit dem Schlepper heraus ziehen.“ Irene Umbach geht mit ein wenig Wehmut, freut sich aber auch auf ihre neuen Aufgaben. „Ich möchte mich in Fritzlar unter anderem stärker mit Kollegen der katholischen Kirche verankern“, sagt sie. Noch bis November werde sie als Vorsitzende im Zweckverband Diakoniezentrum mitarbeiten.

Die halbe Pfarrstelle von Irene Umbach wird nicht wieder besetzt. Ihre Aufgaben werden auf die Pfarrämter Großropperhausen und Verna verteilt. •Verabschiedungsgottesdienst morgen, 11. September, 14 Uhr, in der Spieskappeler Johanneskirche

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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