Herbstübung der Feuerwehr Naumburg im Haus Sankt Martin lief routiniert ab

Herbstübung der Feuerwehr:Ohne Hektik ins Freie

Übung im Haus Sankt Martin: Die Naumburger Kernstadtwehr rettet Menschen aus dem Wohn- und Therapiezentrum.

Naumburg. Dramatische Szenen am Donnerstagabend im Naumburger Haus Sankt Martin. Um 18.53 Uhr löste die hausinterne Rauchmeldeanlage des Wohn- und Therapiezentrums für Menschen mit dem Prader-Willi-Syndrom Alarm aus.

In einem Aufenthaltsraum im Obergeschoss war aus ungeklärter Ursache ein Brand mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen. Diszipliniert und ohne Hektik verließen die 39 Bewohner mit den Mitarbeitern das Gebäude und versammelten sich am vorgegebenen Meldepunkt. Genau so, wie sie es bei den regelmäßigen Evakuierungsübungen gelernt hatten.

Heimleiterin Gaby Rogalla-Bauch konnte dort auch diesmal die Bewohner beruhigen. Das im Vorfeld streng geheim gehaltene Szenario war kein Ernstfall, sondern die große Herbstübung der Naumburger Kernstadtwehr. Die zwei am Brandherd eingeschlossenen Personen waren auch keine Heimbewohner. Die „Opfer“ wurden vielmehr von Mitgliedern der Feuerwehr aus Netze gespielt.

Schwimmbad einbezogen

Einer davon hatte sich auf den Balkon geflüchtet, der andere befand sich noch orientierungslos im Gruppenraum. Neben dem sofort eingeleiteten Löschmanöver – die Wasserversorgung wurde auch durch das Heimhallenschwimmbad sichergestellt – bildete die schnelle Menschenrettung den Schwerpunkt der Übung.

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Zunächst waren Heimbewohner und die meisten Mitarbeiter sowie die 20 Feuerwehrleute mitsamt den sieben Helfern der Deutschen Roten Kreuz-Bereitschaft Naumburg von einem Ernstfall ausgegangen. Sieben Minuten nach der Alarmierung traf das erste Einsatzfahrzeug am Unglücksort ein, zwei Minuten danach das zweite. Und dann lief – wie am Schnürchen – die so oft geübte Rettungsmaschinerie an. Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutzgerät drangen zu den beiden Eingeschlossenen vor. Diese wurden auf Tragen über Außenleitern in Sicherheit gebracht und dann den DRK-Helfern übergeben. Auch der Brandherd wurde schnell gelöscht. Das Gebäude mit modernster Technik wurde zudem entraucht.

Fazit bei der anschließenden Manöverkritik im Heimspeiseraum durch Stadtbrandinspektor Thomas Heger und den stellvertretenden Wehrführer Ingo Armbrust: Die Naumburger Feuerwehr hat ihre Einsatzfähigkeit wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Quelle: HNA

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