Das Technische Hilfswerk Fritzlar übte auf dem Übungsplatz Hellenwarte

Ohne Netz und Boden

Gut gesichert: Swen Petereit-Faupel, links, und André Ludwig.

Fritzlar. Wie Artisten in luftiger Höhe agierten am Wochenende Mitglieder vom Technischen Hilfswerk (THW) aus Fritzlar während einer Übung auf dem Standortübungsplatz Hellenwarte der Bundeswehr.

Bei der zweitägigen Übung ging es um Menschenrettung aus Gebäuden. Dafür wurden die Übungshäusern der Bundeswehr vernebelt, und Trupps unter Atemschutz mussten in mehreren Etagen die Verletzten suchen und ins Freie bringen. Mit im Einsatz waren auch Gaswarngeräte, wie sie bei realen Einsätzen bei Hauseinstürzen eingesetzt werden.

Bei der Übungseinheit am Freitag kam auch die in Fritzlar stationierte Fachgruppe Beleuchtung zum Einsatz, die die Einsatzstelle ausleuchtete.

Am Samstag ging es in luftiger Höhe weiter. Zwischen den beiden Übungshäusern wurde in fünf Meter Höhe mit Hilfe von Stahlseilen, Brettern, Kanthölzern und Seilen eine Stegverbindung gebaut.

Wie Zugführer Johannes Fröhlich vom THW-Ortsverband Fritzlar sagte, werde diese Art von Drahtseilstegen eingesetzt, wenn Geländeteile, Flüsse oder Schluchten überbrückt werden müssen. Dabei stand die Eigensicherung der THW-Leute an erster Stelle. Mit Rettungsgurten und Halteleinen waren die Einsatzkräfte gegen Absturz gesichert.

Bevor es dann am späten Samstagnachmittag an die leckere Verpflegung vom Grill ging, stand noch eine Abseilübung vom Dach der Übungshäuser auf dem Programm. Dabei musste vor allem erst der innere Schweinehund besiegt werden, ehe es dann am Seil in die Tiefe ging.

Der THW-Ortsverband Fritzlar verfügt wie alle THW-Ortsverbände über einen 1. und 2. Bergungstrupp, dazu ist in Fritzlar die Fachgruppe Beleuchtung untergebracht.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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