23-Jährige wegen Schwarzfahrens zu einer Geldstrafe verurteilt

Ohne Ticket unterwegs

Treysa. Immer wieder war sie beim Schwarzfahren erwischt worden. Eine 23-Jährige aus dem Altkreis Ziegenhain musste sich deshalb am Donnerstag vor dem Strafrichter am Amtsgericht Schwalmstadt verantworten.

Auf der Strecke von Treysa nach Frankfurt am Main und in umgekehrter Richtung hatten Bedienstete der Deutschen Bahn die Angeklagte in der Zeit von Mai bis August vergangenen Jahres insgesamt neunmal ohne gültigen Fahrschein aufgegriffen, weil sie den Fahrpreis von 13,50 Euro nicht habe zahlen wollen.

Fahrt nach Darmstadt

Einmal war die 23-Jährige auf der Strecke von Frankfurt nach Darmstadt unterwegs gewesen, ohne die Kosten von 7,30 Euro für eine entsprechende Zugfahrkarte gezahlt zu haben.

Wegen Leistungserschleichung in neun Fällen verurteilte das Treysaer Gericht die 23-Jährige zu einer Gesamtgeldstrafe von 660 Euro. Zudem trägt sie die Kosten des Verfahrens.

Die Angeklagte trat vor Gericht ruhig und gefasst auf. Sie gab sich reumütig. „Ich gebe es zu“, räumte sie gleich zu Beginn der Verhandlung die gegen sie erhobenen Vorwürfe ein. Sie sei naiv gewesen und habe damals unter dem schlechten Einfluss ihres in Frankfurt lebenden Ex-Freundes gestanden. „Ich war halt blind vor Liebe“, sagte sie. Mit der Rückzahlung der Beträge habe bereits sie begonnen.

„Schlechter Einfluss“ sei eine Tatbegründung, die er häufig höre, sagte der Richter. Neben der Fahrpreisnacherhebung und der anfallenden Strafgebühr an die Bahn müsse sie zusätzlich mit einer Urteilsstrafe rechnen. Teilweise sei sie sogar zweimal am Tag ohne gültigen Fahrschein aufgefallen, bemerkte der Richter am Amtsgericht Treysa kritisch und äußerte sein Unverständnis.

Hartnäckig

Ähnlich sah es die Staatsanwältin, die das Handeln der 23-Jährigen als äußerst hartnäckig beurteilte.

Bei der Urteilssprechung berücksichtigt wurde ein weiteres Verfahren gegen die Angeklagte in Frankfurt. Die einschlägig vorbestrafte 23-Jährige war im Rhein-Main-Gebiet erwischt worden, als sie ohne gültigen Fahrschein die U-Bahn nutzte. Bereits 2010 war sie wegen viermaligen Schwarzfahrens zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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