Landrat zieht Bilanz zu Dorferneuerung und Dorfentwicklung

Ohne Zuschüsse keine Skater-Fläche

Wolfhager Land. Die Kassen von Städten und Gemeinden sind leer, umso wichtiger ist da der Beitrag, den Förderprogramme leisten. Eine Bilanz der Dorferneuerung und Regionalentwicklung im Landkreis Kassel zog Landrat Uwe Schmidt bei einem Besuch in Naumburg.

„2010 war erneut ein erfolgreiches Jahr für Dorferneuerung und Regionalentwicklung“, betonte Schmidt. Förderbescheide in Höhe von etwas mehr als 1,25 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr übergeben. Ein Großteil des Geldes, 503 300 Euro, floss nach Schmidts Angaben in insgesamt 23 öffentliche Dorferneuerungsmaßnahmen im Landkreis. Mit genau 385 677 Euro wurden im vergangenen Jahr 40 private Projekte im Bereich der Dorferneuerung unterstützt. 363 820 Euro erhielten 15 Regionalentwicklungsprojekte von privaten und öffentlichen Trägern.

Im öffentlichen Bereich wurde beispielsweise der Dorfplatz in Fuldabrück-Dörnhagen mit 120 000 Euro gefördert. Für den Dorfgarten in Breuna gab es 99 824 Euro, für die Umgestaltung des Kirchplatzes in Elbenberg 73 421 Euro und den Bau einer Skaterfläche in Oberweser-Heisebeck 51 630 Euro. Ohne Zuschüsse wären die Projekte nicht realisierbar gewesen.

Auch für die Regionalentwicklung sei das vergangene Jahr gut gelaufen. Hier liege der Schwerpunkt eindeutig im Bereich des Tourismus, erklärte Regionalmanagerin Ute Raband vom Verein Region Kassel-Land. Das größte Projekt dabei: der Premiumwanderweg Habichtswaldsteig mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 318 000 Euro.

„Wir werden von Seiten des Landes gut unterstützt“, sagte Landrat Schmidt, es könnten noch wesentlich mehr Projekte gefördert werden. Das Problem: Eine Förderung durch das Land Hessen oder die EU setzt immer eine entsprechende finanzielle Beteiligung von Kommune oder privatem Investor voraus. Und am Eigenkapital fehle es. SEITE 2

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

Kommentare