Oldtimer glänzten in allen Farben

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Gut gepflegt: Unter der Haube des RO80 von Georg Burkert glänzt ein 115 PS starker Wankel-Kolbenmotor. Foto: Eberlein

Fritzlar. Jagdgrün, Gletscherweiß, Ceylonbeige, Sepia, Malachit, Marsrot - in diesen und vielen weiteren Farben glänzten die polierten Automobile der Firma NSU beim Frühjahrstreffen des RO80-Clubs International. Im Rahmen eines dreitägigen Treffens machten die Fahrer mit ihren Prachtstücken am Sonntag in Fritzlar Station.

Nur von 1967 bis 1977 wurde der RO80 gebaut, doch bereits bei seinem ersten Auftritt 1967 auf der IAA in Frankfurt räumte er etliche Preise ab. „Damals war er gleich der Knaller“, sagt Georg Burkert aus Gudensberg. Er weiß auf alle Fragen rund um den RO eine Antwort, ist Mitglied im Club und selbstverständlich stolzer Eigentümer eines der Schmuckstücke.

Vor allem die Technik begeistert die Liebhaber bis heute, denn der RO 80 ist nicht mit einem normalen Ottomotor ausgestattet, sondern wird von einem Wankel-Kreiskolbenmotor angetrieben.

„Der Wankelmotor braucht keine Kurbelwelle, keine Nockenwelle und keine Ventile, hat also weniger Teile und ist deshalb leichter. Dafür hat er einen dreieckigen Kreiskolben und läuft wie eine Turbine. Mit zunehmender Geschwindigkeit wird er immer leiser“, erklärt Danny Marquardt.

Der 33-jährige aus Hof in Unterfranken ist ein Experte. Seine Großeltern hatten eine NSU-Vertretung, und seither kommt der ganzen Familie kein anderes Auto mehr auf den Hof. Jede freie Minute verbringt Marquardt mit den Autos. Er repariert, baut Motoren aus, nimmt sie auseinander, setzt alles wieder zusammen und verleiht dem Lack neuen Glanz. Auch den 115 PS starken Motor im Wagen von Georg Burkert hat er vor kurzem wieder flott gemacht. (zen)

Quelle: HNA

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