Open-air-Veranstaltung am Schloss

Verdis Nabucco wird in Melsungen aufgeführt

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Bekannt: Der Gefängnischor aus Nabucco. Das Lied gilt als inoffizielle Nationalhymne Italiens. Die Oper soll mit aufwändiger Beleuchtung – wie im Bild zu sehen – in Szene gesetzt werden.

Melsungen. Nabucco gehört zu den bekanntesten Opern der Geschichte. Giuseppe Verdis Meisterwerk wird am Samstag, 17. August auf dem Schlosshof aufgeführt.

Die polnische Oper Bytom präsentiert den musikalischen Höhepunkt im Melsunger Veranstaltungsjahr mit 40 Sängern, 30 Musikern und mehr als 30 Teammitgliedern.

Das Ensemble der ehemaligen schlesischen Staatsoper tritt während der Sommermonate zwischen 40 und 50 mal mit Nabucco in Deutschland unter freiem Himmel auf. Die Bytomer Oper gilt als das beste Ensemble Europas, das auch auf Tournee geht.

Die Aufführung sei ein beeindruckendes und unvergessliches Erlebnis, sagt Veranstalter Pavol Munk vom Braunschweiger Veranstaltungsbüro Paulis während einer Pressekonferenz in Melsungen.

Die prachtvolle Oper mit dem dramatischen Spiel um Liebe und Macht begeisterte bisher hunderttausende Zuschauer, heißt es von der Veranstaltungsagentur weiter. Auch in Melsungen sollen tausend Zuschauer in den Genuss der erstklassigen Produktion kommen. Von über drei Stunden ist die Aufführung für die Opern-Turnee auf zwei Stunden und zwanzig Minuten etwas gerafft.

Anders als in Opernhäusern wird es zur Open-air-Oper in Melsungen eine Pause geben. Für das Essen und Trinken sorgt ein Caterer. Für die Veranstaltung wird am Samstag sogar die Straße am Schloss gesperrt. „Wir wollen das bestmögliche Ambiente für die Oper“, sagt Citymanager Mario Okrafka auf dessen Initiative und Einladung Nabucco in Melsungen gastiert.

Tolle Kulisse: Citymanager Mario Okrafka und Veranstalter Pavol Munk am Schloss in Melsungen.

Ebenfalls eine Besonderheit ist, dass vor der zwölf mal zwölf Meter großen Bühne kein Orchestergraben möglich ist. Daher werden die Musiker in einem seitlichen Orchesterzelt spielen. „Vor der ersten Aufführung vor 14 Jahren hat unser Dirigent die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen“, erzählt Pavol Munk. Ohne die Sänger zu sehen, könne man nicht dirigieren, kritisierte der Orchesterchef damals. Dieses Problem sei mit einer Video-Übertragung gelöst wurden, sagt Munk und schmunzelt. Die Zuschauer kämen wegen dieser Besonderheit aber dazu, dem Orchester beim Spielen zuzusehen. Ein Umstand, der sonst nicht möglich sei.

Die Tournee des Ensembles ist ein logistischer Kraftakt. Zwei Reisebusse und zwei Sattelschlepper bringen die Crew, das Ensemble und Ausrüstung. Mit sechs Lastwagen kommen hunderte Kostüme, die zwölf mal zwölf Meter große Bühne und jede Menge Technik. „Opernliebhaber haben feine Ohren“, sagt Munk. Die Musikanlage genüge daher allerhöchsten Ansprüchen. „Das ist auch unser Anliegen und unser Anspruch“, sagt Munk. Man wolle den Menschen, die eben kein Opernhaus um die Ecke haben, eine erstklassige Produktion zu bieten. (ddd)

Hintergrund:

Das Sommer-Klassik-Open-Air findet in Melsungen am Samstag, 17. August, ab 20 Uhr statt. Einlass ist bereits ab 19 Uhr. Die Vorstellung dauert zwei Stunden und 20 Minuten. Der erste und der zweite Akt werden in 70 Minuten zusammengefasst. Der dritte und vierte nach einer 20 minütigen Pause in etwa 50 Minuten. Essen und Trinken soll nicht mit in die Veranstaltung gebracht werden. Es steht aber ein Catering zur Verfügung. Die Oper findet auch bei schlechtem Wetter oder Regen statt. Toiletten sind vorhanden. Das Ende der Oper ist gegen 23 Uhr. Das Team reist erst am Konzerttag an und baut die Bühne auf. Ein Tontest findet zwischen 17 und 18 Uhr statt.

• Karten: Die Sitzplätze sind in drei Kategorien unterteilt, die Karten Kosten zwischen 39 und 54 Euro. Jugendliche von 4 bis 16 Jahren erhalten eine Ermäßigung von zehn Euro. Vorverkaufsstellen in allen HNA-Geschäftsstellen und der Tourist-Info Melsungen.

Quelle: HNA

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