Kandidat: Titel Reformationsstadt reicht nicht aus

Opitz kritisiert das Stadtmarketing

Homberg. Markus Opitz, der in Homberg Bürgermeister werden will, äußert sich erfreut, dass Homberg nun Reformationsstadt heißt. Zugleich kritisiert er das Stadtmarketing, dem es in vier Jahren nicht gelungen sei, den Begriff mit Leben zu füllen.

Viele Fragen seien noch offen, kritisiert Opitz. Was ist eine Reformationsstadt? Was ist das Besondere, warum soll man sie besuchen? Weder Bürgermeister Martin Wagner noch Stadtmarketing-Geschäftsführer Dr. Dirk Richhardt hätten inhaltlich fundierte Konzepte vorgelegt.

Nun solle offensichtlich auch noch in eine Immobilie investiert werden, ohne dass es ein Konzept gebe, bemängelt der Kandidat. Dabei sei Fachkompetenz in Sachen Tourismusmarketing zum Thema Reformation in Homberg vorhanden. Opitz verweist auf Christian Utpatel und dessen Firma „Terra Lu Travel“.

Utpatel habe 2007 für den Landkreis Wittenberg das Tourismus-Marketingkonzept zur Lutherdekade entwickelt. Erst kürzlich habe er in Los Angeles an einem Reise-Fachkongress in den USA teilgenommen, der sich um die Vermarktung kirchlicher Reiseziele drehte.

Utpatels Firma organisiere von Homberg aus Deutschlandreisen für Reiseveranstalter aus den USA, Australien, Südkorea, Südafrika und anderen Ländern. Sollte er Bürgermeister werden, wolle er sich dafür einsetzen, dass die fachliche Kompetenz, die es in Homberg gebe, auch genutzt werde. Nur so könne man den Titel Reformationsstadt mit Leben füllen und Touristen anziehen, so der Kandidat abschließend. (ode)

Quelle: HNA

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