Leben mit Straßenschäden

Ortsdurchfahrt Empfershausen wird noch nicht saniert

Schadhafte Ortsdurchfahrt: Aufgrund von Dellen und Schlaglöchern lärmt der Lkw-Verkehr in Empfershausen mehr als nötig - eine Sanierung der Straße wird es vor 2015 aber nicht geben.

Körle. Schwerlastverkehr in der Ortsdurchfahrt gehört in Körle-Empfershausen zum Alltag. Weil die Landesstraße Dellen, Hubbel und Löcher hat, sind viele Anwohner entnervt. Und sie werden es noch länger sein:

Seit Jahren fordern sie die Sanierung der Straße. Doch sie werden sich noch gedulden müssen: Bis Ende 2014 sind in Empfershausen keine Maßnahmen vorgesehen, erklärte am Donnerstag Horst Sinemus von Hessen Mobil auf Anfrage.

Der Hintergrund: Hessen mobil erfasst zurzeit nach eigenen Angaben hessenweit den Zustand der Landesstraßen, um im Straßenbau Prioritäten setzen zu können. In Empfershausen gingen dabei teils fehlende Gehwege und vorhandener Schwerlastverkehr in die Bewertung ein. Dennoch sei unklar, ob und wann die Ortsdurchfahrt saniert werde.

Sorge wegen Basalt-AG

Für Unruhe im Ort sorgt derzeit neben dem Zustand der Landesstraße auch ein Vorhaben zwei Dörfer weiter. Die dort ansässige Basalt-Actien-Gesellschaft will nach eigenen Angaben eine Asphaltmischanlage auf dem Gelände des Basalttagebaus Ölberg errichten.

Im benachbarten Quentel fürchtet man einen Produktionszuwachs beim Asphalt und den zusätzlichen Abtransport von Materialien. Auch in Empfershausen befürchtet Ortsvorsteher Ralf Buschbeck, dass durch eine neue Produktionsanlage die Lkw-Belastung zunimmt. Der Ortschef wünscht sich in Sachen Sanierung der Ortsdurchfahrt Unterstützung durch die Gemeinde. Dazu Bürgermeister Mario Gerhold: "Wir stehen Seite an Seite mit Empfershausen."

Die Hartsteinwerke Bayern-Mitteldeutschland mit Sitz in Erfurt betreiben den Basalttagebau Ölberg in Söhrewald-Wattenbach. Dort baut das Unternehmen eigenen Mitteilungen zufolge Baustoffe für den Straßenbau und hochwertigen Bahnschotter ab.

Das Material für den Gleisbau wird unter anderem über Körle zur Bahnverladestation nach Felsberg-Gensungen gebracht.

Die Mengen sind nach Angaben der Hartsteinwerke abhängig von der Nachfrage und nicht planbar. Vom Abtransport der Rohstoffe in Söhrewald sind neben Empfershausen auch Helsa, Söhrewald und Hessisch Lichtenau betroffen.

Zum aktuellen Vorhaben erklärte das Unternehmen am Donnerstag, die geplante Asphaltmischanlage werde unterm Strich nicht zu zusätzlichem Lkw-Verkehr führen. Denn durch die Produktion von Fertig-Asphalt am Ölberg entfielen auch Transportwege für die Herstellungsmaterialien und der Asphalt könne direkt zur Baustelle gefahren werden. (lgr)

Quelle: HNA

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