Ortsumgehung Felsberg: Stadt erwägt Vorfinanzierung

Das könntet ihr zum Foto dazuschreiben: Der Schwerverkehr soll raus aus der Altstadt: Das ist ein Ziel der geplanten Felsberger Ortsumgehung. Foto: Archiv

Felsberg. Die Stadt Felsberg zieht ernsthaft in Erwägung, den Bau der Ortsumgehung vorzufinanzieren. Einen entsprechenden Beschluss hat der Magistrat gefasst.

Das teilte Bürgermeister Volker Steinmetz mit. Den Antrag auf Vorfinanzierung hat die Stadt beim hessischen Verkehrsministerium gestellt, dort wird jetzt ein Vertragsentwurf vorbereitet. Allerdings muss die Stadtverordnetenversammlung dem Vorschlag noch zustimmen.

Laut Steinmetz soll die Beschlussvorlage den Stadtverordneten in der Sitzung am 26. März vorgelegt werden. Bislang hatte Steinmetz die Vorfinanzierung abgelehnt - aus zwei Gründen: Zum einen sei der Bau einer Ortsumgehung primär Landesaufgabe, zum anderen sei die Haushaltslage der Stadt zu schlecht. Denn um den Bau vorzufinanzieren, müsste die Stadt einen Kredit aufnehmen - und hohe Zinsen zahlen.

Jetzt aber sei die Zinsbelastung gesunken. „Das frühere Angebot der WI-Bank sah eine Zinsbelastung von 200 000 Euro jährlich vor“, sagt Steinmetz. Laut neuem Angebot liege die Zinsbelastung bis zum Jahr 2020 nur noch bei 48 800 Euro jährlich. Der Betrag könnte allerdings bis 2029 auf bis zu 183 600 Euro jährlich steigen - oder aber auch auf dem niedrigen Niveau bleiben. Zudem wird der Haushalt der Stadt 2015 zum ersten Mal seit Jahren ausgeglichen sein (die HNA berichtete) - und auch für die kommenden Jahre bis 2017 wird ein ausgeglichener Haushalt erwartet.

Unter diesen Voraussetzungen ist auch die Kommunalaufsicht bereit, die Vorfinanzierung zu genehmigen. „Für die Stadt ist das die letzte Möglichkeit, den Bau der Ortsumgehung zeitnah zu realisieren“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker. „Deshalb werden wir uns da nicht verwehren.“

Es gibt jedoch noch ein weiteres Hindernis für die Ortsumgehung: Die geplante Trasse ist umstritten.

Von Judith Féaux de Lacroix

Mehr dazu lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der HNA. 

Quelle: HNA

Kommentare