Radfahrer und Kinder sind dort unterwegs

Ortsvorsteher: Neue Kreisstraße bei Heßlar verleitet zum Rasen

In der Diskussion: Die Kreisstraße 21 bei Heßlar. Im Bild die Einmündung Sälzer Weg auf die Kreisstraße. Foto: Dewert

Heßlar. Die neue Kreisstraße 21 von Heßlar nach Gensungen samt Salzweg-Brücke verleite dazu, schnell zu fahren. Da sind sich die Ortsvorsteher aus Heßlar und Melgershausen einig

Manche Autofahrer seien dort schon mit ordentlich Schmackes unterwegs - erlaubt sind 100 km/h, sagt Thomas Claus, stellvertretender Ortsvorsteher Heßlar. Sie sind sich auch einig, dass der Bereich um die Brücke entschärft werden sollte.

Claus: „Auf der Kreisstraße sind viele Radfahrer unterwegs, am Wochenende gerade auch Kinder.“ Rollatoren und Kinderwagen habe er dort jedoch noch nicht gesehen und die gehörten dort auch nicht hin. Der Bereich sei zwar besser einsehbar als früher, aber immer noch nicht gut. Hinweisschilder oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung halte er für sinnvoll und vom Aufwand auch überschaubar.

Das sieht auch Melgershausens Ortvorsteher Markus Steinbach so: „Eine Begrenzung auf 70 km/h wäre schön, aber es muss auch jemand kontrollieren“, gibt der Polizist zu bedenken. Für Kontrollen führen zu wenige Autos.

Thomas Claus regt an, mit der Stadt über mögliche Hinweisschilder zu diskutieren.

Grundsätzlich sei die Streckenführung gelungen, sagt Jürgen Rath, Felsbergs Erster Stadtrat.

Die ehemalige Kreisstraße und die alte Unterführung habe er mit seinem Roller nur mit Furcht befahren können. Er sei eher ein Gegner einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung. „Die Erfahrung ist leider, dass sie oft nicht eingehalten wird.“ Hinweisschilder, die auf Fußgänger und Radfahrer aufmerksam machten, seien daher wohl hilfreicher.

Hessen Mobil würde in einem Anhörungsverfahren angehört, Verkehrsbehörde ist aber die Stadt Felsberg. Es sei außerdem nicht so, dass er sich dort eine Temporeduzierung wünsche, sagt Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil. Denn: Sollte die Stadt Felsberg Hinweisschilder aufstellen wollen oder ein Tempolimit umsetzen, würden bei Hessen Mobil die Fachabteilungen dazu gehört. In dem Anhörungsverfahren würde auch die Verkehrsdirektion der Polizei gehört. Die Anordnung der Schilder läge aber letzlich beim Bürgermeister der Stadt Felsberg.

Quelle: HNA

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