Björn Köhne aus Rückershausen

Ortungsgerät und Schutzweste für den Hund - Handarbeit aus Neukirchen

Vor Wildangriffen geschützt: Björn Köhne stattet seine Hunde Yona (links) und Foks (rechts) bei der Jagd mit Schutzweste und Ortungsgerät aus. Foto: privat

Neukirchen. Seinen Hund immer und überall wiederfinden und ihn auch noch vor Angriffen von Wildtieren schützen - das war der Wunsch von Björn Köhne aus Neukirchen. Seit einigen Jahren stellt der Hundeführer Ortungsgeräte und Schutzwesten für Hunde her.

Die verkauft er in seinem Geschäft in Rückershausen.

Björn Köhne musste seine Hunde nach der Jagd immer wieder suchen. Erst vor zwei Jahren zog Köhne nach Neukirchen, wo er auch sein Jagdrevier hat.

Zuvor fuhr der gelernte Elektroinstallateur bis zu 200 Kilometer zu seinem früheren Wohnort bei Essen. „Wir mussten sehen, dass wir die Hunde schnell wiederfinden“, sagt Köhne.

Aus der Not heraus entstand das Navigationsgerät für Hunde. Die Geräte kauft Köhne im Ausland ein, die Software hat der 47-Jährige selbst entwickelt verbessert.

Ortung in Echtzeit

Alles was Hundebesitzer brauchen, um ihren Vierbeiner wiederzufinden ist das Ortungsgerät sowie ein Handy. „Das Navi wird im Halsband befestigt. Mit einer App kann man sich auf dem Handy den letzten Standort des Hundes anzeigen lassen“, erklärt Köhne. Das ist aber nicht alles: In Echtzeit können Halter die Strecke beobachten, die ihr Hund zurücklegt - und ihn so ganz einfach wiederfinden. Die Reichweite sei unbegrenzt, von Neukirchen aus könne er auch Hunde in Finnland oder Österreich orten, sagt Köhne.

Alte Westen

Als bei einem Jagdunfall einer seiner Hunde starb, weil ein Wildschwein ihn an der Halsschlagader getroffen hatte, waren Köhne die alten Schutzwesten nicht mehr sicher genug und er entwickelte eine eigene.

„Unsere Westen sind aus Stichschutzmaterial und mit dem Halsschutz fest verbunden.“ So könne verhindert werden, dass Wildschweine an den Hals des Hundes geraten.

Handarbeit

Hergestellt werden die Westen auf Bestellung, sie sind maßangefertigt und selbst genäht. Etwa zehn bis 15 Stück fertigen Köhne und seine Mitarbeiter in der Jagdsaison von September bis Januar täglich. „In den anderen Monaten ist es etwas ruhiger.“ Alle Westen seien größenverstellbar und mit etwa 200 bis 300 Gramm besonders leicht.

Damit die Hunde zu sehen sind, wenn es dunkel ist, werden alle Westen in reflektierenden Farben genäht. Einen hundertprozentigen Schutz vor Verletzungen gebe es jedoch auch bei seinen Westen nicht, sagt Köhne. „Die lebenswichtigen Organe sind durch unsere Weste aber geschützt.“

Quelle: HNA

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