Ostheimer weihten neue Bronzestatue "Kohlliese" ein

Am neuen Wahrzeichen: von links Kohlkippen-Vorsitzender Jochen Ackermann, Heimatverein-Vorsitzender Michael Hanke (Mosheim), Bürgermeister Herbert Vaupel, Pfarrerin Gudrun Ostheim, Holger Ackermann (Ortsvorsteher Ostheims), Künstler Ewald Rumpf und Arbeitsgruppenmitglied „Kohlliese“ Hans Paulus. Foto: Nolte

Ostheim. Wer durch Ostheim fährt, wird an ihr nicht mehr vorbeikommen: Auf dem zentralen Dorfplatz steht nun eine Bronzestatue. Die Kohlliese, so ihr vorläufiger Name.

Die Kohlliese ist ein bronzenes Bauernmädchen, das sich über ein Fass beugt, einen Kohlkopf raspelt und ein Kohlblatt an eine daneben stehende Gans verfüttert. Nach der 850-Jahr-Feier im Jahr 2012 entstand bei den Veranstaltern, den Mitgliedern des Ortsverein „Kohlkippen“, die Idee, der Gemeinde ein Denkmal zu setzen.

Rumpf gestaltete die Statue

2014 war der Entschluss gefasst, danach vergingen weitere zwei Jahre bis zur Fertigstellung der Statue. Mit der Umsetzung war der Künstler Ewald Rumpf beauftragt. „Im Gegensatz zur abstrakten Kunst ist die realistische Kunst viel eher in der Lage, alle Nuancen des menschlichen Gefühls zum Ausdruck zu bringen“, sagte Rumpf.

Die Statue verbildliche das Leben auf dem Dorf, stelle zugleich aber auch den Appell, das Tier als Teil unserer Lebenswelt, und nicht nur als nutzbare Ressource zu betrachten. Die Idee, die Kohlliese um eine Gans zu ergänzen, stammte vom Künstler selbst, der diesen Teil des Denkmals spendete.

Denn die Kosten für das Projekt seien nicht gering ausgefallen, erzählt Jochen Ackermann, Vorsitzender der Kohlkippen. Die genaue Summe wollte Ackermann nicht verraten, jedoch habe man die Ortskasse mit den Kosten nicht belasten wollen. Finanziert wurde das Projekt von zahlreichen Spendern aus der Ortschaft.

Der Name „Kohlliese“ ist nur ein Provisorium. Während des Einweihungstages, der bei rustikalem Buffet und heiteren Gesprächen verbracht wurde, konnten die Anwesenden Namensvorschläge für das Denkmal abgeben. „Kohlkippen“ ist übrigens ein Spitzname der Ostheimer, der ihnen wohl vor allem von den Bewohnern aus der Nachbarschaft verpasst wurden. Früher habe man in Ostheim vor allem Weißkohl angebaut. Sauerkrautsuppe war ein typisches Gericht. Demzufolge waren Ostheimer die, die die Kippen (Taschen) voller Kohl hatten.

Von Philip Nolte

Quelle: HNA

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