Otto John: Der Spion, der aus Treysa kam

Schwalmstadt. Widerstandskämpfer während des Naziregimes, verurteilter Landesverräter der Bundesrepublik: Einer der mysteriösesten Spionagaffären Deutschlands steht in direkter Verbindung zu Schwalmstadt.

Der als Spion verurteilte erste Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Otto John, wuchs im ehemaligen Hotel Zur Burg in der Treysaer Burggasse auf.

1950 wurde der damals 41-jährige Jurist Leiter des Verfassungsschutzes. Gerade mal vier Jahre war der Mann aus Treysa in dieser Führungsfunktion tätig, als er mit der spektakulärsten Flucht eines Geheimagenten in der Geschichte der Bundesrepublik für Schlagzeilen sorgte. In der DDR wurde er monatelang als Vorzeige-Überläufer mit Dienstwagen und mietfreier Villa gefeiert. Zunehmend unbeliebter machte er sich allerdings bei der Stasi durch Alkoholexzesse und sexuelle Affären.

Otto John, der Spion aus Treysa

Für seine Gönner mutierte John schließlich zum Sicherheitsrisiko, so dass man ihn zurück mit Hilfe eines dänischen Journalisten zurück in den Westen entsorgte. (syg)

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Quelle: HNA

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