Sie packen an fürs DGH - Stadt investiert 640.000 Euro

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Neues Zuhause: Die Feuerwehr bekommt neue Räume.

Schwarzenberg. Die Schwarzenberger können sich auf ihr neues Dorfgemeinschaftshaus freuen: Im Mai oder Juni kommenden Jahres soll es der Dorfgemeinschaft nach der Sanierung wieder zur Verfügung stehen.

Die hat bisher auch ordentlich zugepackt und sich das Schmuckstück redlich verdient: „Mehr als 640 Stunden Eigenleistung stecken schon im Gemeinschaftshaus, die 1000er--Marke werden wir sicher knacken“, sagt Timo Riedemann, Ortstvorsteher des Melsunger Stadtteils. So ein hoher Anteil an Eigenleistung sei ungewöhnlich und eher selten bei einem Umbau, sagt Riedemann.

Ganz günstig wird der Umbau dennoch nicht: 640.000 Euro investiert die Stadt in einen kompletten Innenausbau. Mehr als 320 Quadratmeter Nutzfläche gibt es dann für die Vereinsgemeinschaft, die Einwohner und die Feuerwehr, die aus dem Dachgeschoss nach unten zieht. Wegen Brandschutzauflagen sei das Dachgeschoss künftig überhaupt nicht öffentlich nutzbar. Es fehlt beispielsweise ein zweiter Fluchtweg. „Wir könnten uns vorstellen, das Dorfarchiv dort unterzubringen“, sagt Riedemann. Derzeit seien die vielen Unterlagen und Exponate in Kellern von Einwohnern gelagert.

Nach dem Umbau wird es unter anderem einen großen Saal für bis zu 150 Personen geben, eine Küche, zwei Theken, einen neuen Sanitärbereich und einen neuen Zugang vom Schulhof aus für die Feuerwehr.

Das DGH wird künftig voll behindertengerecht sein. Eine Rampe erschließt das Gebäude für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator. Auch eine behindertengerechte Toilette wird gebaut: „Wir haben uns bei der Planung mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt abgestimmt“, sagt Riedemann.

Auch sonst wird das Gemeinschaftshaus zeitgemäß umgebaut. Zur energetischen Sanierung, der neuen Heizungsanlage und dem geölten Parkettfußboden kommt eine Akustikdecke und die Vorbereitung für Musikanlage und Beamer. „Dafür müssen wir aber noch Geld in der Vereinsgemeinschaft sammeln“, sagt Riedemann und lacht.

Apropos Geld: Die zeitweise 20 Helfer, die samstags anpacken, werden mit Essen und Trinken versorgt. Bezahlt aus dem Erlös des Public Viewings zur Fußballweltmeisterschaft.

Man merkt, das Gemeinschaftsgefühl in Schwarzenberg ist intakt, es wird also Zeit, dass es das Gemeinschaftshaus auch wieder wird. Das wiederum würde auch die Vereine freuen, die während des Umbaus ins evangelische Gemeindehaus ausgewichen sind. „Dafür danke an die Kirche“, sagt Riedemann.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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