Papillon Placktor gibt im Kult in Wolfhagen kostenlose Salsa-Kurse

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Bringt mit seinen Salsa-Tanzkursen ein Stück Karibik nach Wolfhagen: Papillon Placktor mit Tanzpartnerin Barbara Sippel. Foto: zhf

Wolfhagen. Papillon Placktor fackelt nicht lange. Es ist Punkt 21 Uhr. Ein paar mal klatscht er in die Hände, drückt den Play-Knopf des CD-Players und packt Barbara Sippel entschlossen am Handgelenk. Sanft legt er die andere Hand auf ihr Schulterblatt -und los. Eins-Zwei-Drei. Vier-Fünf-Sechs. Die karibischen Rhythmen, die einen Hauch Kuba ins Kult in der Burgstraße zaubern, scheinen ohne Umwege ins Blut zu gehen. Nicht nur in das von Placktor und seiner Tanzpartnerin. An die 20 Wolfhager sind am Freitagabend gekommen, um mit dem gebürtigen Afrikaner in die Welt des Salsa einzutauchen.

Kurz-kurz-lang. Kurz-kurz-lang. Blind folgen sie den Ansagen ihres sympathischen Lehrers. Erst zögerlich, dann immer lockerer und ausgelassener. „Seht ihr, wie das geht?“, fragt er in die Runde. „Ich lenke die Frau, denn der Mann führt.“ Wenn die Musik für ein paar Minuten Placktors Instruktionen weicht, übernimmt das Klacken der Schuhe auf dem Parkett den Takt. „Und jetzt zur Seite, ja, genau so, und immer lächeln!“ Das muss er seinen Schülern nicht zweimal sagen, längst sind sie wie hypnotisiert von der Magie des karibischen Tanzes, der sich in den vergangenen Jahren rasant auch in Europa verbreitet hat. „Salsa ist ein fröhlicher Tanz, und ich bin ein fröhlicher Mensch“, sagt der 51-Jährige, der in Togo geboren wurde und seit gut 20 Jahren in Volkmarsen lebt.

Weiche Bewegungen

Durch weiche, jedoch kontinuierliche Körperbewegungen und Führungsimpulse zeichne sich der Tanz aus, sagt er und wirbelt seine Partnerin mit einer Leichtigkeit übers Parkett, die einem schon beim bloßen Zusehen schwindelig werden lässt. Die Freude, die er beim Tanzen erlebt, möchte er an seine Schüler weitergeben. Einfach so, ohne sich dafür bezahlen zu lassen. „Ich habe soviel Glück gehabt in meinem Leben, so viele Menschen hören mir zu, wenn ich mit meiner Band Konzerte gebe, da möchte ich gern etwas zurückgeben.“

„Tanzen ist wie Träumen mit den Beinen.“

Sie nehmen es gerne an, nehmen auch die dicken Schweißperlen in Kauf, die ihnen schnell über die Stirn rinnen. Zwar sitzen die Grundschritte mittlerweile perfekt, doch tut sich der ein oder andere noch schwer mit dem Hüftschwung, der parallel zu den Schulterbewegungen gar nicht so leicht zu bewerkstelligen ist. „Einfach lächeln“, motiviert Placktor immer wieder, während die Discokugel hoch oben unter der Decke der Geschwindigkeit der Musik schon lange nicht mehr standhalten kann. Die Schüler jedoch immer mehr. „Hier kann ich perfekt vom Alltag abschalten“, sagt eine Teilnehmerin, „Tanzen ist wie Träumen mit den Beinen“, schwärmt eine andere.

Salsa-Night am 3. Mai

Vom Tanztraining können sie gar nicht mehr genug bekommen, haben sie doch alle ein gemeinsames Ziel vor Augen: Zur Salsa-Night im Mai wollen sie eine gute Figur machen. Dann, wenn ihr Lehrer Papillon Placktor um Punkt 21 Uhr ein paar mal in die Hände klatscht, die Tanzfläche dann allein seinen Schülern überlässt und alle gemeinsam einen Hauch Kuba ins Kult in der Burgstraße zaubern. Info: Salsa-Night am Samstag, 3. Mai, ab 21 Uhr im Bistro Kult in der Burgstraße. Der Eintritt ist frei.(zhf)

Quelle: HNA

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