Countertenor Musielski überzeugte in Kirche

Paradiesvogel sang für Felsberg

Strahlender Sänger: Countertenor Oswald Musielski begeisterte sein Publikum in Felsberg. Foto: V. Koch

Felsberg. Schillernd vom ersten bis zum letzten Ton ist der Auftritt von Oswald Musielski in Felsberg gewesen. Dort gab der Countertenor ein Benefizkonzert zugunsten der Altstadt unter dem Motto „Ein Lied für Felsberg“.

Mit im Gepäck hatte Musielski ein über zweistündiges Programm. Mit Liedern aus Klassik und Moderne begeisterte er sein Publikum in der Nikolaikirche.

Jeder Schritt und jede Geste von Musielski wirkte bei seinem Auftritt überlegt. In einem mit Steinen besetzten Oberteil, glitzernden Schuhen und knallenger Hose inszenierte sich der Countertenor einmal mehr als Paradiesvogel. Dabei verblasst – gemessen an seiner viereinhalb Oktaven umfassenden Stimme – ohnehin jedes Outfit.

Der stets strahlende Musielski zauberte mit seiner guten Laune und seiner charmanten Art auch seinem Publikum ein Lächeln ins Gesicht. Mit jedem Ton zeigte der polnische Countertenor seinen Zuhörern seine Leidenschaft für den Gesang.

Die letzten Töne jedes Liedes wirkten wie ein großes Finale. Ohne Wackler erhob Musielski seine Stimme und schien sich von Lied zu Lied noch zu steigern. Schon beim dritten Lied, einem Stück aus dem Musical Phantom der Oper, dankte es ihm sein Publikum mit euphorischen „Bravo“-Rufen.

„Es gibt nichts Schöneres als Menschen, die zusammen musizieren“, sagte Musielski. Damit forderte er sein Publikum auf, mit ihm zusammen zu singen. Zu Beginn des Konzerts waren lediglich ein paar schüchterne Summer aus dem Reihen der Kirchenbänke zu hören. Bei Musielskis letztem Lied – „Die Rose“ von Michael Kunze – legte das Publikum seine Zurückhaltung ab.

Mit seiner Zugabe offenbarte der Countertenor dem Publikum den ganzen Umfang seiner Ausnahmestimme. Der Jubel seiner Zuhörer war ihm damit gewiss.

„Mit seiner Stimme hat Oswald Musielski uns heute dem Paradies ein Stück näher gebracht“, sagte Klaus Döll. Er hatte den Countertenor in die Nikolaikirche eingeladen und sich damit selbst zu seinem 59. Geburtstag beschenkt. (yvk)

Quelle: HNA

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