Schutzschirm zwingt zum Sparen:

Parken in Homberg wird bald kostenpflichtig

Homberg. Bislang ist das Parken in Homberg kostenlos. Das wird sich 2015 ändern: Mehr Geld will die Stadt durch die Einführung von Parkgebühren einnehmen.

Einen Gewinn von 80 000 Euro erhofft man sich dadurch. Das allein reicht noch lange nicht, um die Auflagen des kommunalen Schutzschirmes zu erfüllen. Deshalb entschieden sich die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend für weitere Schritte, um diesem Ziel näher zu kommen.

Die Spielapparatesteuer soll erhöht werden. Dadurch rechnet man mit Mehreinnahmen von 40 000 Euro. Zuletzt wurde diese Steuer 1997 erhöht, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf HNA-Anfrage. In der Stadt gebe es 40 Geldspielautomaten in Spielhallen und fünf in der Gastronomie.

Zudem wird auf der Ausgabenseite gestrichen: Der Zuschuss an den Stadtmarketingverein schrumpft von 110 000 Euro auf 50 000 Euro (wir berichteten), der Kinderzuschuss für Bauherren wird wegfallen, die Stadtbücherei soll mit der Mediothek der Theodor-Heuss-Schule zusammengelegt, die Öffnungszeiten des Bewegungsbades in Hülsa werden um zwei Monate reduziert und neue Bebauungspläne erst 2016 erstellt.

Man müsse weiter über ernsthafte Einschnitte nachdenken, so Ritz. „Wir nähern uns Stück für Stück dem Defizitabbau. Mit dieser Mäusetaktik müssen wir noch 230 000 Euro abbauen.“ Ursprünglich waren es 1,4 Mio. Euro.

Mit weiteren Schritten hat sich der Magistrat beschäftigt: Personalreduzierung, die Übergabe der Dorfgemeinschaftshäuser und der Stadthalle in private Trägerschaften und die Gründung eines Stadtentwicklungsvereins sollen im Januar auf der Tagesordnung der Stadtverordneten stehen. Nur wenn weiter gespart und mehr Geld eingenommen werde, könnten die Schutzschirmziele erreicht werden. „Es ist nicht fünf vor 12, sondern schon kurz danach“, so Ritz.

Quelle: HNA

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