Einige Flächen werden kaum genutzt - Idee für andere Nutzung

Parkgebühren in Homberg bringen weniger Einnahmen

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Parkgebühr in Homberg: Seit einem halben Jahr kostet das Parken in einigen Bereichen der Innenstadt Geld. 

Homberg. Für Besucher der Homberger Innenstadt kostet das Parken seit einem halben Jahr Geld.

Durch die Einführung der Parkgebühren soll das Parkverhalten gesteuert werden und Geld in die städtische Kasse kommen. Bei den Einnahmen liegt man allerdings deutlich hinter der Prognose zurück.

80.000 Euro an Parkgebühren hatte man im Haushalt 2015 und 140.000 Euro für dieses Jahr eingeplant. Bislang habe man durch die 14 Parkautomaten knapp 39.000 Euro eingenommen, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf HNA-Anfrage. Plus weiterer rund 8000 Euro durch neu vermieteten Parkflächen an Dauerparker. „Das ist zufriedenstellend vom Ergebnis“, so Ritz. Grund dafür: Die Gebühr habe man verspätet, im Februar, eingeführt. Ritz rechnet damit, dass bis zum Jahresende knapp 100.000 Euro eingenommen werden. Deutlich günstiger sei die Anschaffung und Montage der Automaten ausgefallen: Statt 133.000 Euro fielen 62.000 Euro an.

Einige Flächen würden nicht so gut angenommen. Zum Beispiel die untere Ebene des Parkhauses am Pulverturm. Während der obere Bereich sehr gut von den Autofahrern genutzt werde, seien in dem Automaten in der unteren Etage keine 1000 Euro gelandet. Das zeige, dass sich diese Fläche eher als Dauerparkplatz anbiete. Weniger gut genutzt werde auch die Hans-Staden-Allee von Tagesgästen und Einkäufern. Dort könnte eine andere Nutzung, etwa durch eine bessere Infrastruktur für Wohnmobilisten, sinnvoll sein, sagt Ritz. Das müssten aber die Gremien entscheiden.

Bei den Kaufleuten seien die Parkgebühren kein großes Thema, sagt Simone Bressan vom Stadtmarketing. Als positiven Effekt wertet er, dass die Dauerparker aus der Innenstadt verschwunden seien. Kritik gebe es an den Kurzzeitparkplätzen (30 Minuten mit Parkscheibe). Das sei zu kurz und sollte verdoppelt werden, rät er.

Hintergrund

Bislang konnte in Homberg kostenlos geparkt werden. Seit dem 1. Februar kostet das Parken in einigen Bereichen Geld. Die Gebühr beträgt in der ersten Stunde für je 15 Minuten 20 Cent, ab der zweiten und für jede weitere Stunde 1 Euro, das Tagesticket kostet 6 Euro. Wohnmobilisten zahlen 7 Euro/Tag auf den Wohnmobilparkplätzen (keine Gebühr auf dem Platz an der B3). Berufstätige, die in der Altstadt beschäftigt sind, können einen Parkausweis für den Reithausplatz für 120 Euro/Jahr kaufen. Die Stadt hatte von Beginn an auf Rückmeldung aus der Bevölkerung gehofft, um bei Bedarf bei den Standorten nachsteuern zu können. Die Automaten könnten versetzt werden.

Quelle: HNA

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