Firma Schumacher will wachsen

Gewerbegebiet Beiseförth: Parlament befasste sich mit Bebauungsplänen

Blick auf das Firmengelände des Unternehmens Schumacher an der Ecke Beisetal/Roggenfeld: Die Firma expandiert und möchte auf ihrem Gelände eine neue Halle bauen. Foto: Grugel

Malsfeld. Um die geplante Betriebserweiterung der Firma Schumacher in Beiseförth ging es jetzt im Malsfelder Gemeindeparlament.

Die Gemeinde Malsfeld strebt für den Ortsteil Beiseförth zwei Bebauungspläne an. Sie heißen Am Rockenberge Gewerbegebiet Nord und Süd und dienen einer Betriebserweiterung des dort ansässigen Unternehmens Schumacher.

Das Baurecht dafür soll laut Verwaltung möglichst zum Jahresende geschaffen sein. Einen ersten von drei Schritten dahin ging das Parlament am Donnerstagabend: Die Gemeindevertreter setzten sich mit bislang eingegangenen Stellungnahmen auseinander und beschlossen, die Öffentlichkeit und Behörden an der weiteren Bebauungsplanung zu beteiligen und die Planentwürfe öffentlich auszulegen.

Etliche Anregungen und Hinweise hat das Parlament bereits bewertet. So hatten sich Einwohner beispielsweise zum Thema Verkehrslärm zu Wort gemeldet. In der Sache entschieden die Gemeindevertreter: Der Schwerlastverkehr rund ums Unternehmen soll zu mehr als 50 Prozent über die Straße Zum Steeger fließen und zu einem geringeren Teil über die Straße Am Roggenfeld - einen Antrag dazu hatte die Gemeinschaftsliste Hochland-Fuldatal (GL) eingebracht.

Deren Vertreter Lothar Kothe hatte dabei von einem Abwägungsprozess gesprochen. Aus Sicht der Gemeinde Malsfeld sprächen zu erwartende Steuereinnahmen, neue Arbeitsplätze und weitere Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens am Ort für das Vorhaben. Aus Sicht der Anwohner sei das Gewerbegebiet stark industriell geprägt. Kothe: „Durch die weitere Expansion der Firma besteht die Gefahr von zunehmenden Verkehr, mehr Lärm und eine schlechtere Sichtbeziehung.“

Parlamentschef Karl-Heinz Reichmann räumte während der öffentlichen Sitzung auch Gästen ein Rederecht ein. Zu Wort meldeten sich Elke und Achim Wude, Nachbarn des Unternehmens Schumacher. Sie erklärten ihre Bereitschaft, ihr Wohnhaus zu einem Preis zu verkaufen, der ihnen einen Neuanfang an anderer Stelle ohne Qualitätseinbußen ermögliche. Eine solche Lösung habe man bisher mit dem Unternehmen nicht aushandeln können. Dabei wäre eine Lösung mit Blick auf den Expansionskurs des Unternehmens schön und sinnvoll. Achim Wude: „Es geht ja weiter“.

Bürgermeister soll vermitteln

In der Sache forderte Gemeindevertreter Klaus Rehs (CDU) Bürgermeister Herbert Vaupel auf, zwischen Unternehmen und Anwohnern zu vermitteln. Dazu erklärte sich der Rathauschef bereit und sagte: „Mein Angebot steht, zielorientiert zu Lösungen zu kommen.“

Quelle: HNA

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