Ausschüsse befassen sich mit dem Thema

Parlament für Kinder und Jugendliche

Bad Emstal. Kinder und Jugendliche für Gemeindepolitik begeistern – das ist das Ziel der Gemeindevertreter Bad Emstals. Ob es künftig in der Gemeinde tatsächlich ein Kinder- und Jugendparlament geben wird, ist noch unklar. 

Mit diesem Thema werden sich nun die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Ausschusses für Jugend, Soziales und Sport befassen. Einen entsprechenden Arbeitsauftrag erteilten die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Donnerstagabend. Wie Bürgermeister Ralf Pfeiffer sagte, lebten in der Thermalbadgemeinde derzeit 704 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren. Ihm schwebt die Bildung eines Gremiums von acht bis zehn jungen Leuten vor. Jeder Ortsteil sollte in dem Parlament vertreten sein. Zu Beginn des nächsten Schuljahres könnte es seine Arbeit aufnehmen und seine Ideen an die Gemeindevertreter herantragen. Das Gute an dem Parlament aus seiner Sicht: Es koste kaum Geld und funktioniere selbst dann, wenn die Kommune unter den Rettungsschirm komme.

Bündnis 90/Die Grünen hatten zum Antrag Pfeiffers einen Änderungsantrag formuliert. Darin regen sie an, alle Kinder und Jugendlichen anzuschreiben und zu befragen, in welcher Form diese in die politischen Entscheidungsprozesse eingebunden werden wollen. Kritik am Verwaltungschef gab es von Laura Kröner (Grüne). Sie warf Pfeiffer vor, bei einer Veranstaltung ihrer Partei, zu der der Verwaltungschef eingeladen war, nicht aufrichtig auf die Frage nach der Beteiligung junger Menschen an Gemeindepolitik reagiert zu haben. Damals habe Pfeiffer noch nichts von seinem Antrag erzählt. (ant)

Quelle: HNA

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