Parlament sagt Ja zum Ärztehaus

Baustelle Rittergut: Auf dem Gelände des Rittergutes, unterhalb der Villa, soll ein Ärztehaus entstehen. Derzeit liegt das Projekt aber brach. Foto: Feser

Malsfeld. Das geplante Ärztehaus war erneut Thema während der Malsfelder Parlamentssitzung am Donnerstagabend. Die Opposition – CDU, FDP und Gemeinschaftsliste Hochland-Fuldatal (GL) – hatte einen Bericht des Bürgermeisters zum aktuellen Planungsstand des Projekts gefordert.

Das Ärztehaus wird vorerst nicht gebaut, weil eine Kooperation mit einem zweiten Arzt scheiterte und somit ein Mietvertrag nicht zustande kam (HNA berichtete).

Bürgermeister Herbert Vaupel teilte mit, dass es bislang Gesamtausgaben in Höhe von rund 295 000 Euro gab. Diese fielen unter anderem an für Planung, Vermessung, Machbarkeitsstudie bezüglich der Villa am Rande des Anwesens, Lärmgutachten, Ankauf des 6000 m2 großen Areals und Abbruch des ersten Bauabschnitts. Es habe bereits Zuschüsse in Höhe von knapp 45 000 Euro gegeben: vom Projekt Stadtumbau-West und dem Amt für Denkmalschutz.

Miete für die Baukosten

Im Haushalt 2012 wurde festgelegt, dass für das Ärztehaus mit zwei Praxen 800 000 Euro durch die Gemeinde vorzufinanzieren gewesen wären. Die Baukosten sollten durch die Kaltmiete refinanziert werden.

Die Opposition wollte zudem wissen, ob es unterschiedliche Mietpreis-Vorstellungen gab. Vaupel widersprach und teilte mit, dass der Mietpreis – 6,63 Euro pro m2 Kaltmiete plus 0,35 Euro für die Lüftungsanlage – noch am 11. Juni in einem Gespräch mit den potentiellen Mietern akzeptiert worden war.

Die Absage erreichte Bürgermeister Herbert Vaupel am 27. Juni. Sie beruhe auf dem Nichtzustandekommen des Untermietverhältnisses eines Hausarztes.

Gleichwohl teilte Bürgermeister Vaupel mit, dass der geplante Bau einer Anlage für Betreutes Wohnen vom gescheiterten Ärztehauses unabhängig sei: „Die Wohnanlage wird auf Grundlage der konkreten Nachfrage errichtet.“ Aktuell gebe es keine Planung für die Errichtung der Wohnanlagen für Familien. Bis Ende des Jahres gebe es zunächst weitere Abrissarbeiten des zweiten Bauabschnittes. Wann wird die rechtwinklig abknickende Straßenführung, die am Areal entlang führt, entschärft, wollte die Opposition weiter wissen. Die Planung liege vor, teilte der Rathauschef mit. Die Umsetzung könne 2013 erfolgen, wenn das Geld im Haushalt bereit gestellt sei.

Während einer ausgiebigen Debatte erneuerten alle Fraktionen ihr Ja zum Projekt Ärztehaus.

Von Claudia Feser

Quelle: HNA

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