Morschen

Parlament will erneute Prüfung der Eröffnungsbilanz der Gemeinde

Morschen. 5300 Euro wird die Gemeinde Morschen ausgeben, um die Bewertungsgrundlagen der Eröffnungsbilanz der Doppik aus 2009 noch einmal prüfen zu lassen.

Das wurde während der Parlamentssitzung bekannt.

Ursprünglich waren die Kosten für diese Überprüfung auf 714 Euro geschätzt worden. Von diesen deutlich geringeren Kosten war das Gemeindeparlament noch ausgegangen, als es im April die erneute Prüfung der Bewertungsgrundlagen beschloss.

Erfolglos bemühten sich die Mitglieder der FDP- und der CDU-Fraktion in der Sitzung am Donnerstag um die Rücknahme des Beschlusses. Mit neun Stimmen aus der SPD-Fraktion und sieben Gegenstimmen von FDP und CDU wurde der FDP-Antrag abgelehnt.

Sabine Knobel (SPD), die für diese Überprüfung einen Kostenansatz von 714 Euro ins Gespräch gebracht hatte, der sich nach erneutem Einholen von seriösen Angeboten nun auf knapp 5300 Euro beziffert, verteidigte den Antrag von damals. Sie sprach sich für die Überprüfung aus, „um zu gucken, ob für die Kommune nicht noch was rauszuholen ist“.

„Die Ergebnisse werden nicht das bringen, was man sich erwartet“, sagte CDU-Mitglied Heinz-Dieter Kaiser. „5300 Euro für eine nochmalige Überprüfung auszugeben, können wir uns sparen“, sagte auch Thomas Kellner von der FDP-Fraktion.

Die Eröffnungsbilanz der damals neu eingeführten Doppik entspricht den gesetzlichen Vorschriften, betonte Uwe Ludwig (FDP). Selbst wenn sich Beträge fänden, die falsch angesetzt wurden, so würden sich am Ende nur ein paar Euro verschieben. „Dafür wollen wir nicht gutes Geld wegwerfen“, sagte der Liberale.

Auch seitens der Verwaltung gab es keine glücklichen Gesichter über diesen Beschluss. „Wir drehen jeden Euro zweimal um, und hier wird Geld für so etwas Sinnloses ausgegeben“, sagte ein Mitarbeiter der Mörscher Verwaltung. (zal)

Quelle: HNA

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