Partnerschaftsverein mit Hilfsgütern nach Stolin unterwegs 

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Kurz vor der Abfahrt: Die Mitglieder des Partnerschaftsvereins Homberg-Stolin sind auf dem Weg in die weißrussische Partnerstadt

Homberg. Sie haben ihren Wagen fast schon zu voll beladen, sagt Joachim Jerosch vom Partnerschaftsverein Homberg-Stolin mit einem Augenzwinkern. Deshalb haben die Mitglieder am Donnerstagabend die Hilfsgüter, die sie zuvor auf einen Laster samt Anhänger verstaut hatten, umsortiert.

„Damit das mit dem Gewicht auch passt“, sagt Jerosch. Denn schließlich wolle man keine Verzögerungen an den Grenzübergängen riskieren.

Selbst ohne größeren Zeitverlust sind die neun Vereinsmitglieder ganze 36 Stunden von Homberg in die rund 1500 Kilometer entfernte weißrussische Stadt Stolin unterwegs. Mittlerweile kennt sich das Team um den Vorsitzenden Joachim Jerosch aus, es ist bereits der 28. Hilfstransport. Diesmal haben sie neun Tonnen Hipp-Babynahrung für ein Krankenhaus, Rollstühle, Rollatoren, Fahrräder, Schuhe und warme Kleidung an Bord. „Und viele Inkontinenzprodukte, die uns von der Firma Hartmann gespendet wurden“, sagt Jerosch. Über jede Spende, ob von Firmen oder Privatleuten, sei der Verein froh. Denn es sei eine Hilfe, die bei denen ankomme, die sie auch nötig haben, fügt er an.

 Vor Ort verteilt das dortige Rote Kreuz nach Absprache mit dem Vereinsvorsitzenden die Hilfsgüter. „An Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und bedürftige Privatpersonen, allen voran kinderreiche Familien und ältere Menschen“, erklärt Jerosch. Klar sei aber auch, dass die Vereinsmitglieder nicht einfach nur die Hilfsgüter abladen und wieder zurück nach Homberg fahren. Denn mit den Menschen in Stolin haben sich längst Freundschaften entwickelt. „Uns sind diese persönlichen Kontakte wichtig.“

Insgesamt 17 Tonnen kamen diesmal zusammen. Ganzjährig nimmt der Verein Sachspenden für die alljährlich stattfindenden Hilfstransporte in die weißrussische Partnerstadt entgegen. Läuft alles wie geplant, sind die Homberger nächsten Freitag wieder zurück.

Glücklich ist der Partnerschaftsverein über zwei positive Entwicklungen: Zum einen habe der Kontakt zum weißrussischen Botschafter Andrei Giro, der im Februar zu Gast in Homberg war, sich vertieft. „Dadurch ging es diesmal mit der Visa-Erteilung rasend schnell“, sagt Jerosch. „Er hat sich für uns eingesetzt“, so Jerosch und ist dafür dankbar. Und besonders schön sei, dass in diesem Jahr wieder Kinder aus Stolin zu einem Erholungsaufenthalt nach Homberg kommen. Untergebracht werden sie in den Sommerferien in der Stellbergschule. „Es ist toll, dass das klappt. Mich und alle Beteiligten freut das riesig“.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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