Münchener Hip-Hop-Formation

Blumentopf bringt Fans im Kulturzelt zum Schwitzen

+
Brachten das Kulturzelt zum Kochen: Die Münchener Hip Hop-Formation Blumentopf mit Bernhard Wunderlich, Cajus Heinzmann und Roger Manglus (vorne von links), hinten DJ Sebastian Weiss.

Wolfhagen. Ob es an den Energydrinks liegt, die neben einem Kasten Bier für die Band auf der Bühne im Kulturzelt bereitgestellt wurden oder an der puren Lust auf eine mitreißende Liveshow.

Die Energie, die Blumetopf bei ihrem Auftritt versprühen, überträgt sich schon während der ersten Ttakte auf das Publikum im Kulturzelt. Das große Ego, dass viele Rapper brandmarkt und in grenzenloser Selbstverliebtheit wiegelt, kennen Blumentopf nicht. In dieser Band stellt sich jeder in den Dienst der Texte und damit problemlos auch mal in den Hintergrund. Die Münchener erzählen mit viel Wortwitz Geschichten aus dem Leben, von Träumen oder gescheiterten Existenzen. Und geht es doch mal um käufliche Liebe - wie in der aktuellen Single „Rosi“ - präsentieren sie ein refelektiertes Porträt einer in die Jahre gekommen Prositituierten.

Die über 300 Zuschauer im Kulturzelt haben die Hip-Hop-Veteranen zu jeder Sekunde des knapp zweistündigen Auftrittes im Griff. Flashmob und Mitsingspielchen inklusive. Getragen werden die Raps von den Beats und Samples von DJ Sebastian Weiss, der als DJ Sepalot seit bereits 20 Jahren das musikalische Rückgrat dieser Band bildet. Nie in den Vordergrund drängend sorgt er dafür, dass die Zuschauermenge ohne Pause auf und ab hüpft oder ausgelassen tanzt.

Besonders stark ist die beim renommierten Hip-Hop Label Four Music groß gewordene Formation dann, wenn es um Freestyles, das spontane Reimen geht. Da geht es dann um aktuelle Themen wie Champions-League oder den ersten Besuch des Wolfhager Landes. Ohnehin wird die Stadt immer wieder in die Texte miteinbezogen, von den Fans stets frenetisch gefeiert.

Kulturzelt Wolfhagen - Gänsehaut und Glücksgefühle

Und auch nach 120 Minuten schweißtreibender Show zeigen die „Töpfe“ Fannähe. Am Merchandisestand geben sie Autogramme, stehen zufriedenen Zuschauern Rede und Antwort und wecken Hoffnung auf ein Wiedersehen. „Bis zum nächsten mal“, heißt es am Ende.

Quelle: HNA

Kommentare