Paul Eisenach ist Tierpate von einer Zwergziege im Wildpark Knüll

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Ganz nah bei den Ziegen: Paul Eisenach und Sara Engelbrecht vom Wildpark mit einer Ziege aus dem Gehege.

Homberg. Vorsichtig geht Paul Eisenach mit Sara Engelbrecht vom Wildpark Knüll in das Gehege der Ziegen. Engelbrecht hält nach Flecki Ausschau. Die Ziege tummelt sich zwischen den anderen und Paul muss genau hinschauen, um seine Flecki zu finden. Denn Paul ist Fleckis Pate.

Von außen wirft Pauls Vater Futter ins Gehege, um die Ziegen von Flecki abzulenken. Einmal kurz ist Paul ganz nah bei Flecki. Zum Streicheln muss allerdings eine andere Ziege herhalten, denn Flecki mischt sich immer wieder unter die anderen Tiere.

Patenschaft für Ziege

Eine Patenschaft für ein Tier im Wildpark Knüll, das kann nicht jeder vorweisen. Paul Eisenach schon. Regelmäßig besucht er sein Patenkind im Wildpark. Flecki ist allerdings gar nicht so leicht zu finden. Fast 50 Tiere sind im Gehege. Da kann man schon leicht mal den Überblick verlieren. Aber Flecki hat ein besonderes Merkmal; die Ziege hat einen schwarzen Huf.

Der fünfjährige Paul Eisenach hat die Patenschaft zu seinem vierten Geburtstag bekommen. Den Namen hat er sich selbst ausgedacht.

Unterstützt wird er dabei von seinen Eltern: „Wir haben eine Familienkarte, da können wir Flecki öfter besuchen“, erzählt Frank Eisenach aus Treysa, der Vater von Paul.

Heute geht Paul zufrieden nach Hause. Er war ganz nah bei Flecki und konnte sich überzeugen, dass es seinem Patenkind gut geht. Zusammen mit seinem Vater macht er anschließend noch eine Tour durch den Wildpark.

Urkunde für den Tierpaten

Eine Tierpatenschaft kann jeder Tierfreund für ein Jahr übernehmen. Von Braunbär bis zur Zwergziege – die Auswahl ist groß. Als Pate bekommt man vom Wildpark Knüll eine Urkunde mit einem Foto seines Patenkindes. Einmal im Jahr gibt es einen Patentag, der vom Förderverein organisiert wird. An diesem Tag besuchen die Paten ihr Tier im Wildpark und können sich bei einem gemeinsamen Essen über ihre Tierpatenschaft austauschen.

„Derzeit haben wir fünf Patenschaften“, berichtet Wolfgang Fröhlich, Leiter des Tierparks. Eine Patentafel soll ab Oktober gegenüber des Frühlingsparks im Wildpark angebracht werden. „Dann ist für jeden sichtbar, wer welches Tier als Paten hat“, erklärt Michael Sack, Vorsitzender des Fördervereins „Naturzentrum & Wildpark Knüll“. Der Förderverein wurde im Jahr 2001 gegründet, um den Park bei seinen vielfältigen Aufgaben zu unterstützen.

Von Franzika Kiele

Quelle: HNA

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