Premiere: Spielmannszug Homberg marschiert beim Burgbergfestival auf

Premiere: Spielmannszug Homberg marschiert beim Burgbergfestival auf

Üben kräftig: von links Daniel Hepe, Markus Gattermann, Lukas Eif, Claudia Eif, Arno Wenderoth, Annika Schwalm, Manfred Kaletsch, Claudia Brettschneider. Foto: Mangold

Homberg. Sie sind die Überraschung im Programm des kommenden Homberger Burgbergfestivals und sollen für gute Stimmung sorgen: Der Spielmannszug Homberg wird den Auftakt am Samstagnachmittag geben und mit seinem Beitrag den Stadtjugendring als Veranstalter unterstützen.

Und wer meint, Rockmusik und Parademärsche passen nicht zueinander, kann sich eines Besseren belehren lassen, denn der Spielmannszug hat nicht nur klassische Märsche im Programm.

Rund 20 Lieder von Guter-Laune-Musik wie dem Yankee Doodle und dem Mambo von Grönemeyer gehören genauso zum Repertoire wie „Fernando“ von Abba und „Die Fischerin vom Bodensee“.

Freude auf die Gaudi

Markus Gattermann, Vorsitzender des Spielmannszuges freut sich auf das Burgbergfestival: „Wir machen die Gaudi auf jeden Fall mit“, meinte er. Schließlich müssten die Homberger Vereine sich gegenseitig unterstützen. Andrea Wetzel vom Stadtjugendring freut sich über die Teilnahme des Spielmannszuges: „Das ist richtig cool und mal was ganz anderes“, sagt sie erfreut. Aufgrund des Umzuges des Festivals an den neuen Standort habe man auch das Programm etwas erneuern wollen und den Spielmannszug als Überraschung eingebaut.

Der Spielmannszug ist nicht nur in der Region ein Begriff, er ist auch über die Grenzen des Schwalm-Eder-Kreises hinaus gefragt. So ist die Teilnahme beim Karnevalsumzug in Frankfurt inzwischen schon eine Tradition geworden. „Drei bis vier Wochen danach kommt schon die Anfrage fürs nächste Jahr“, erzählte Gattermann, stolz.

Das sei auch ein Zeichen, dass der Spielmannszug gut angekommen sei. 16 Mal im Jahr musizieren sie im Auftrag, auch überregional sind sie wohl bekannt. Das Ensemble kann auch für private Feste engagiert werden. Die Auftritte sind neben niedrigen Jahresbeiträgen die einzige Einnahmequelle des Vereins.

Ausbildung, Musikinstrumente und Uniformen gibt es kostenlos vom Verein, dem es wichtig ist, dass es sich jeder, der möchte, leisten kann mitzumachen. Notenkenntnisse sind keine Voraussetzung für die Teilnahme am Spielmannszug, die Musiker spielen nach Griffen, Zeichen und komplett auswendig, erläuterte Übungsleiterin Claudia Eif. Das habe den Vorteil, dass man schneller ins Ensemble einsteigen könne.

Und weil Noten auch beim Marschieren sowie Zurufe in der langen Zug-Formation stören, funktioniert der Spielmannszug Homberg auf Handzeichen der Tambourin-Meisterin. Sie zeigt mit der erhobenen Hand das nächste Lied an.

Daher ist das musikalische Angebot außerordentlich flexibel, die Musiker können sich spontan dem Geschmack des Publikums anpassen. Genau das wollen sie beim Burgbergfestival auch tun, haben sich die Musiker vorgenommen. www.burgbergfestival.de

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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