Oberlistinger Kinder erklären, wo sie überall schon Ostereier gefunden haben

Das perfekte Versteck

Sie sind gut auf Ostern vorbereitet: Vanessa (fünf Jahre), Jan (sechs), Tobias (sieben) und Julie (sechs, von links) haben als Osterdekoration bereits Papphasen, Osternester und marmorierte Eier für Ostern gebastelt. Foto: Laumann

Oberlistingen. In der Ecke mümmeln Papphasen ihre Möhren. Auf den Tischen liegen die fertigen Nester. Ostern kann kommen – zumindest in Oberlistingen.

Die 43 Mädchen und Jungen im Kindergarten Regenbogen sind vorbereitet. Wobei, etwas fehlt noch. Wie war das noch gleich mit Stups? „Das müssen wir noch ein bisschen üben“, sagt Leiterin Christa Rüddenklau und stimmt den Rolf Zuckowski-Klassiker an: „Stups, der kleine Osterhase, fällt andauernd auf die Nase.“ Rüddenklau nickt. Das passt. Doch sind die Kinder auch fit für die Osterei-Suche? Der zwölfjährige Melvyn kennt die Lieblingsverstecke des Osterhasen. „Es ist immer alles in den Blumen versteckt“, sagt er. Alles, das ist bei ihm vor allem „richtig viel Schnucke“.

Verwechslungsgefahr

Eine Etage höher musste Lennart im vergangenen Jahr suchen. „Das Versteck in den Bäumen war richtig schwer. Vor allem war es anstrengend, da hochzukommen“, erklärt der Achtjährige. Melvyn und Lennart sind in diesen Tagen zu Besuch im Kindergarten, die Osterferien machen es möglich. Rot, Grün, Blau und Gelb. Bunte Ostereier fallen mit ihren knalligen Farben auf, mag man denken. Doch weit gefehlt. Nicht, wenn alle Sträucher auch mit Plastikeiern in Rot, Grün, Blau und Gelb dekoriert sind.

Wiebke (6) hat da so ihre Erfahrungen. Sie musste vergangene Ostern ganz genau hinschauen. „Die Eier kann man schnell verwechseln“, weiß sie. „Und dann pflückt man das Ei vom Baum und wundert sich...“

Doch selbst leichte Verstecke haben ihre Tücken. So etwa Mamas Blumenbeet. Tobias (7) musste ganz schnell sein und die Eier zur Seite legen. „Sonst hätte vielleicht der Hund alles weggefressen“. Kaum auszudenken.

Vanessa ist nach diesen Tipps für die Ostereier-Suche gerüstet. „Ich habe sieben Nester gebastelt“, sagt sie. Sieben? „Nee, nee, natürlich nicht für mich alleine. Ich habe für die ganze Familie gebastelt“, schiebt sie mit einem Lachen nach. Dann kann Ostern ja kommen. Und wer weiß: Vielleicht schafft es der Osterhase ja, auf eine Stippvisite im Kindergarten Regenbogen vorbeizukommen. Die passenden Nester stehen jedenfalls bereit.

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

Kommentare