Uschi und Ralf Müller aus Werkel fahren mit ihrem Audi Rallyes in ganz Deutschland

Mit Perle auf Punktejagd

Sie sind auf den Rallye-Pisten Deutschlands zu Hause: Uschi und Ralf Müller aus Werkel fahren mit ihrem Audi 80 GTE um Punkte und Pokale. Foto: Först

Werkel. Uschi Müller ist Krankenschwester und kennt sich mit Krankheiten aus. Wenn aber ihre geliebte Perle ein Wehwehchen hat, dann sind die heilenden Hände von Ehemann Ralf gefragt. Perlchen ist nämlich ein Auto, genauer gesagt ein Audi 80 GTE.

Seit mehr als zehn Jahren sind Uschi und Ralf Müller aus Werkel als Pilot und Co-Pilotin auf den angesagten Rallye-Pisten in und um Deutschland unterwegs. Schon manche Blessur hat das schnittige PS-Paket, die Perle, während der Rallyefahrten abbekommen, so auch in der zurückliegenden Saison der Deutschen Rallye-Serie.

Es fing so gut an

„Begonnen hatte alles gut”, erzählt Mechaniker und Fahrer Ralf Müller, „von über 70 Autos der Sachsen-Rallye Zwickau waren am Ende noch rund 30 dabei, und wir belegten den 4. Platz.” Der zweite Lauf war ähnlich gut.

Doch bei der Wartburgrallye unterlief Müller ein Fahrfehler, der ihn zwei Felgen kostete. „Wir mussten in der Wertungsprüfung die Reifen wechseln“, erzählt der Werkeler. Uschi Müller formuliert es so: „Das hat uns das Genick ein bisschen gebrochen.” Vom 2. Platz ihrer Klasse rutschten sie auf den 4. ab.

Bei der Rallye Niederbayern war es ein geplatzter Reifen, der für Zeitverzögerung sorgte. Dennoch reichte es dank eines großen Vorsprungs für den Klassensieg und den 2. Platz in der Gruppe.

Auspuff blieb auf der Strecke

Im Zwickauer Land verlor das Team Müller gleich den gesamten Auspuff und blieb dröhnend auf der Strecke. Das so genannte Hosenrohr war abgerissen, und die Funken sprühten, erklärt Mechaniker Müller. Da sei mit allem Wissen nichts mehr zu machen gewesen.

„In den neuen Bundesländern lebt die Tradition des Rallye-Sports noch”, hat das Werkeler Ehepaar beobachtet. Viele Zuschauer säumen die Straßen, um die Fahrkünste der Teams zu sehen und sie anzufeuern.

Mit 80 Teams, die häufig an den Start gehen, sei die Konkurrenz ganz schön groß geworden, sagen Müllers. In dieser Saison ist der Kampf um noch ein Stückchen härter geworden. Da sind sie mit Platz 10 recht zufrieden.

Ein besonderes Lob des flotten Ehepaars Müller geht Michael Siegmann aus Werkel und Bastian Schröder aus Züschen, des das Service-Team bilden.

Von Rosemarie Först

Quelle: HNA

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