Der Neubau des Fritzlarer Krankenhauses geht schneller voran als erwartet

250 Pfähle sichern den OP

Die Außenansicht: Mitten in der Fritzlarer Altstadt ist ein Neubau enstanden, in dem drei Operationssäle gebaut werden.

Fritzlar. Das Hauptproblem war der Boden, doch 250 Pfähle, die sechs Meter tief in die Erde gehen, lösten es. So steht der neue OP-Trakt des Fritzlarer Hospitals zum Heiligen Geist sicher. Im März vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten und bis jetzt läuft alles nach Plan.

Genau gesagt läuft es sogar besser als im Plan, denn die Bauarbeiter waren schneller. Im Juli sollte alles fertig sein, hieß es noch bei der Grundsteinlegung. Nun ist die Einweihung für Ende April angesetzt, sagt Stiftungs-Geschäftsführerin Barbara Gawliczek.

Im neuen Trakt, der an der Rückseite des Hospitals entsteht, werden drei Operationssäle eingerichtet. Das ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Allein die riesigen Lüftungsanlagen sind beeindruckend. Pro Stunde wälzen sie 8000 Kubikmeter Luft um, das entspricht dem Inhalt von mehr als 13 Schwimmbecken.

Mitten in der Altstadt

Die Arbeit mitten in der historischen Altstadt Fritzlars bringt besondere Herausforderungen mit sich. So gibt es beispielsweise wenig Möglichkeiten, Baumaterial zu lagern. Schwierig kann es auch werden, wenn große Teile angeliefert werden müssen. Demnächst soll eine Fluchttreppe ins Gebäude kommen, dabei handelt es sich um eine große Stahlkonstruktion. Für solch einen Transport muss schon mal eine Straße gesperrt werden, es kann auch sein, dass ein Straßenschild abgesägt wird.

Natürlich werde der Schaden später wieder gut gemacht, sagt Bauleiter Wolfgang Arold. Er lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Wenn tatsächlich eine Sperrung nötig werde, komme die Genehmigung schnell und unbürokratisch, sagt Arold. In Großstädten wie Kassel könne so etwas schon mal bis zu zwei Wochen dauern.

Der Bau selbst steht, die Außenanlagen sind zu 80 Prozent fertig gestellt, die letzten Pflasterarbeiten und die Parkplätze folgen innerhalb der kommenden drei Wochen.

Die Wandverkleidung für die OPs, Waschbecken, Toiletten, Sterilisatoren für medizinische Geräte und ähnliches werden demnächst folgen. Für Ende Februar ist die Installation der OP-Leuchten und -tische geplant.

Für das Hospital ist der Neubau, der 5,57 Millionen Euro kosten soll, ein Beitrag zur Standortsicherung. Die baulichen Strukturen müssten den medizinischen Erfordernissen angeglichen werden, sagt Barbara Gawliczek. Ganz wichtig, um im Wettbewerb zu bestehen, seien aber die Mitarbeiter: „Sie brauchen gutes Fachpersonal.“

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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