Ausstellung von Carin Grudda lässt Gudensberger kreativ werden

500 Pfähle sind gesetzt

Der „online-Grenzpfahl“ von Jürgen Preuß. Foto: privat

Gudensberg. Die große Kunstausstellung von Carin Grudda in Gudensberg, die am 17. August eröffnet wird, hat auch viele Gudensberger kreativ werden lassen. Schon jetzt weisen über 500 Vorboten überall im Städtchen und den Stadtteilen auf das Ereignis hin.

Gemeint sind die bunten Holzpfähle, die schon seit Wochen für die Ausstellung werben. Weitere 100 Stück liegen schon zum Aufstellen bereit. Insgesamt sollten unter dem Motto „1000 Pfähle zur Kunst“ gestalteten Einzelpersonen, Vereine und Gewerbetreibende die etwa zwei Meter langen Stäbe nach ihren eigenen Vorstellungen und wurden damit selbst zu Künstlern.

„Die Pfähle sollen unter anderem den Kunstraum Gudensberg, wo der Hauptteil der Ausstellung angesiedelt sein wird, optisch mit den Stadtteilen verbinden“, erklärt Bürgermeister Frank Börner.

Realisiert wurde diese Idee bereits von Deute nach Gudensberg und von Obervorschütz nach Gudensberg. Entlang des Radweges von Deute nach Gudensberg stehen 47 individuell gestaltete Holzpfähle, die beim Vereinswettstreit auf hr4 (wir berichteten) aufgestellt wurden. Auch die Schüler der Odenberg-Schule stellten auf dem Schulgelände einige der Pfähle auf.

Optische Aufwertung

Auch von Obervorschütz nach Gudensberg reihen sich viele Pfähle aneinander. „Es ist toll, wie viele Menschen durch diese Aktion mobilisiert werden. Die Pfähle werten unsere Stadt optisch auf und wecken Neugier bei ihren Betrachtern“, sagt Börner.

Oft stehen hinter den Holzpfählen Geschichten, wie beim „online-Grenzpfahl“ von Jürgen Preuß auf dem Alten Friedhof, den historischen Pfählen am Haus Hintergasse 4 oder den Pfählen „Grenzenlos“ von Familie Sonntag aus Gudensberg.

Der „online-Grenzpfahl“ hat die Gudensberger Gemarkungsgrenze im Langenberg und ihre Markierungen zum Inhalt.

Die Idee wurde in Anlehnung an Carin Gruddas Leitmotiv des „in between“, des Dazwischenseins, entwickelt. Ganz anders die historischen Pfählen in der Hintergasse: Sie sollen auf die geschichtliche Bedeutung dieser Straße, die historische Altstadt und die Kolki-Heimat im Chattengau aufmerksam machen.

Die Pfähle mit dem Titel „Grenzenlos“ verweisen auf die Teilung Deutschlands, die noch viele Menschen gut im Gedächtnis haben.

Wer ebenfalls Lust hat, einen der Pfähle selbst zu gestalten, muss sich nur im Bürgerbüro der Stadt Gudensberg melden unter Tel. 05603/9330. Für Vereine, Schulen und Einwohner sind die Pfähle kostenlos. Gewerbetreibende zahlen je nach Größe fünf, sechs oder sieben Euro pro Pfahl.

Das Aufstellen der Pfähle an öffentlichen Orten übernimmt bei Bedarf der städtische Bauhof. (red)

Quelle: HNA

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