Schüler der Hermann-Schafft-Schule für Hörbehinderte erwarben Voltigierabzeichen

Top auf dem Pferderücken

Auf dem Pferd und an der Longe: Julia Paulus und Emelie Lehmann auf dem Schulpferd, davor Anna Spielmann, Sabine Schmitt, Britney Mey, Dmitri Schens, Andrea Bürger, Renate Braun und Erzieherin Georgia Zirzow. Foto: Thiery

Rengshausen. Emelie Lehmann und ihre Freunde waren ganz aufgeregt: Die Kinder der Hermann-Schafft-Schule erhielten als erste Gruppe der Schule für Hörbehinderte das Voltigierabzeichen.

Seit 2007 zieht Erzieherin Georgia Zirzow mit jungen Menschen aus dem Klassenzimmer in die Reithalle nach Rengshausen. Dort üben die Kinder der Arbeitsgruppe „Steckenpferde“ das Voltigieren. Auf dem Unterrichtsprogramm auf dem Rücken der Pferde stehen Figuren wie Mühle, freier Stand oder Fahne. Dabei geht das Pferd in allen Gangarten, nämlich im Schritt, Trab oder Galopp. Für die Schüler müssen dabei ein großes Maß an Balance halten.

Umgang mit den Tieren

„Der Sport ist das eine beim Voltigieren, aber dahinter steckt mehr“, sagt Lehrerin Georgia Zirzow. Die Kinder bauen Angst ab und lernen im Umgang mit den Pferden, Vertrauen zu fassen und Verantwortung für das Tier zu übernehmen.

Neben dem Spaß bei den Turnübungen habe das Reiten einen großen therapeutischen Effekt auf den Gleichgewichtssinn. Und der sei für die hörbehinderten Kinder besonders wichtig. Das Ausbalancieren fördere die Motorik der Kinder und der Sport stärke die Muskulatur.

In Rengshausen fanden die Voltigierschüler gute Bedingungen vor. Denn in der Reithalle konnten sie auch im Winterhalbjahr üben. Auch gab es dort die passenden Pferde und einen Mitarbeiter, der sich für den Unterricht einsetzte. Zunächst gab es nur einmal pro Woche Unterricht, später wurde er auf zwei Tage erweitert.

Die kürzlich abgelegte Prüfung war für die Kinder eine große Motivation, den Kurs weiter zu besuchen. Sie präsentierten ihre Übungen und zeigten, was sie über Pferdehaltung und den Umgang mit den Tieren wussten. (zty)

Quelle: HNA

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