Pflege: Landkreis und Krankenkasse haben Stützpunkt eingerichtet

Schwalm-Eder. Für Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, sowie deren Angehörige gibt es im Schwalm-Eder-Kreis jetzt eine Anlaufstelle. Dort werden sie kostenlos und unabhängig beraten. Der Landkreis hat einen Pflegestützpunkt eingerichtet. Es ist der erste in Nordhessen.

Für Hessen sind 26 Stützpunkte geplant. Die kommunalen Verwaltungen und die Pflegekassen stellen jeweils Mitarbeiter dafür ab. Die Kassen haben sich auf einen Verteilschlüssel verständigt und arbeiten auch untereinander zusammen. Für den Schwalm-Eder-Kreis bedeutet das: In einem Büro in der Kreisverwaltung sind zwei Mitarbeiterinnen des Landkreises, die sich eine Stelle teilen, sowie ein Berater der AOK zu erreichen. Er kümmert sich auch um Ratsuchende, die einer anderen Kasse angehören.

Im Landkreis sind nach Angeben von Landrat Frank-Martin Neupärtl 4800 Menschen auf Pflege angewiesen. 77 Prozent von ihnen werden in Privathaushalten betreut. Nach einem Unfall oder einer Erkrankung stehe man oft urplötzlich vor der Frage, wie die Versorgung geregelt werden kann.

Für die Einrichtung der Anlaufstelle gab es einmalig 45 000 Euro vom Bund. Die laufenden Kosten teilen sich der Landkreis und die AOK.

Die Mitarbeiter informieren, welche Leistungen gewährt werden, welche Pflegestufe in Frage kommt und welche Hilfsmittel es für Körperpflege, Ernährung und Mobilität gibt. Vielfach unbekannt sei, dass bei Umbauten für Behinderte Zuschüsse gewährt werden. Die Berater selbst vergeben aber keine Leistungen, sondern nehmen Kontakt zu den Pflegekassen und dem Medizinischen Dienst auf.

Der Stützpunkt ist behindertengerecht in der Kreisverwaltung über das Bürgerbüro zu erreichen. Die Mitarbeiter machen auch Hausbesuche.

Kontakt: Tel. 05681/775250, E-Mail: info@pflegestuetzpunkt-schwalm-eder.de

Lesen Sie mehr dazu in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

Kommentare