Phill Grünberg (6) fährt mit Rennlizenz internationale Wettbewerbe

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Schnittig: Phill ist auf seinem Quad bereits ein versierter Fahrer geworden.

Neukirchen. Während andere Jungs in seinem Alter noch mit dem Bobby- oder Kettcar die Straßen entlang sausen, ist der sechsjährige Phill Grünberg aus Neukirchen schon ein junger Motorsportprofi und fährt auf Rennstrecken in ganz Deutschland und dem europäischen Ausland mit seinem Quad Siege ein.

Stolz zeigt Phill beim Interview seine Rennlizenz, eine sogenannte C-Lizenz, und zahlreiche Pokale und Medaillen, die mittlerweile eine eigene Vitrine füllen.

"Ich habe zwar auch mal Fußball gespielt, aber das hat mir nicht so gefallen. Quadfahren macht mehr Spaß", erzählt der junge Neukirchener.

Mit zwei ersten Plätzen, zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz wurde er in dieser Rennsaison in der Schülerklasse ( Klasse 5) deutschlandweit Gesamtdritter und dabei ist der Erstklässler jüngster in seiner Klasse.

"Mit fünf habe ich mit dem Quadfahren angefahren", so der junge Rennsportler, und sein Vater Jens Grünberg ergänzt: "Zunächst war das Quadfahren eher als Spaß gedacht, als ich ihn dann aber im Winter auf dem Hof driften sah, dachte ich er hat durchaus Potenzial."

Mit dem Motorsportclub Angenrod und seinem Vorsitzenden Stephan Bischoff fand sich dann rasch eine sportliche Heimat, wo Phill sein fahrerisches Können auf der Hausstrecke am "Rußbergring" immer weiter verbessern konnte. Bislang ist Phill aber noch der einzige offizielle Fahrer in der Schülerklasse und der Verein würde sich freuen, wenn noch weitere Kinder den Weg zum Quadsport finden würden.

War das erste Quad noch mehr Spielzeug als Renngerät, so sieht man dem aktuellen Gefährt, einem APEX MX 90 mit 15 PS, deutlich seine Zweckbestimmung an. "Maximal 60 Stundenkilometer dürfen die Quads auf der Rennstrecke fahren, die Streckenführung ist auch kindgerecht, es gibt keine Offroad-Anteile", erklärt Jens Grünberg das Reglement.

Als Manager und Mechaniker ist Phills Vater für den Transport, die Organisation der Renntage und die Wartung des Quads zuständig. "Das am weitesten entfernte Rennen war in diesem Jahr in Marianske Lazne in Tschechien", erzählt der stolze Vater.

Auch bei seinen Freunden und bei seinen Lehrern in der Schule hat Phills ungewöhnliches Hobby für Aufmerksamkeit gesorgt. "Meine Freundin findet es klasse und eine meiner Lehrerinnen hat sogar schon ein Autogramm bekommen", erzählt der kleine Rennfahrer.

Ab und zu kommt natürlich auch bei Phill Grünberg noch mal das gute alte Kettcar zu seinen Ehren, dass die Leidenschaft aber dem Quadfahren gehört, zeigen seine Worte zum Abschied ganz deutlich: "Ich freue mich schon auf den Winter, dann kann man so schön driften", erklärt er mit strahlenden Augen.

Von Matthias Haaß

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Quelle: HNA

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