Toll das Klavierspiel, witzig die Show: Die Queenz of piano begeisterten das Publikum

Pianistisches Feuerwerk

Die „Queenz of piano“ in knallrot: Klavierkunst muss eben nicht immer nur schwarz-weiß sein. Foto: privat

Fritzlar. Da hatte der Fritzlarer Kulturverein mit dem Engagement des Klavierduos „Queenz of piano“ einen supertollen Fang gemacht.

Jennifer Rüth und Anne Folger spulten im historischen Rathaussaal eine fantastische Klaviershow ab. So etwas hatte man im Rathaussaal noch nicht erlebt, die Zuhörer waren restlos begeistert.

Die Pianistinnen brannten an zwei Instrumenten ein brillantes pianistisches Feuerwerk ab – der Kawai-Flügel war durch ein unscheinbares, aber akustisch vollauf genügendes Klavier ergänzt, das der Kulturverein vor kurzem für den Hardehäuser Hof erworben hatte. Zudem waren die beiden attraktiven Damen auch sehr gut anzuschauen in ihren roten Kleidern.

Die Tasten wurden mit atemberaubender Virtuosität, Sicherheit und Leichtigkeit bearbeitet bei Stücken wie dem Säbeltanz von Chatschaturian oder Tico-Tico von Zaquineus. Und auch die Saiten wurden direkt für ungewohnte Klangeffekte genutzt. Manchmal klang es nach einem Cembalo, dann wieder nach einer Bouzouki oder einer Zither. Zu der sangen die beiden dann im Duett das G’Stanzl-Lied „Heute kommt der Hans zu mir“ - mit ironischen Anspielungen (Stichwort „Gammelfleisch“). Fazit: Da spielten zwei Königinnen des Klaviers, allerdings mit einem Augenzwinkern.

Königinnen des Klaviers

Ihre Show war nicht nur ein akustisches, sie war auch ein optisches Vergnügen. Das Programm war zwar überwiegend Klavierspiel zu vier Händen, es bot aber auch neben kabarettistischen Einlagen witzige Showeffekte. Zum Beispiel, als zwei junge Herren aus dem Publikum (Andy aus Geismar und Joachim aus Wernswig) zu einem Ratespiel mit Filmmelodien antraten. Grandios: das Arrangement der Tatort-Melodie.

Das Programm bot so viel fürs Auge, dass eine Bühne ein Gewinn gewesen wäre. Das Podest, das der Kulturverein vor einigen Jahren angeschafft hatte, wäre für die Damen, die pausenlos zwischen den Instrumenten hin und her turnten, zu riskant gewesen.

Kulturvereins-Chefin Gerlinde Brandstetter hatte für eine Beleuchtungs- und Akustikanlage gesorgt. Ein Dankeschön an Tom Abram, der sie steuerte. (nh)

Von Dr. Ulrich Skubella

Quelle: HNA

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