Im Kreis naht die erste Grippewelle - was Patienten über die Impfung wissen sollten

Ein Pieks gegen drei Viren

Sticht die Grippe aus: Eine Schutzimpfung kann Risikopatienten vor dem Influenza-Virus schützen.

Wolfhager Land. Mit einem Pieks der Grippe vorbeugen: Wer sich rechtzeitig schützen will, muss sich sputen, denn die erste Grippewelle des Winters rollt auf das Wolfhager Land zu.

„Noch wurde kein Fall von Grippe im Landkreis registiert“, berichtet Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamts Region Kassel. Doch angesichts des nasskalten Wetters sei es nur eine Frage der Zeit, bis die Grippe ausbricht: Die Behörden rechnen bis Anfang Dezember damit.

Was Patienten über die Grippeimfung wissen müssen – wir haben die wichtigten Fakten zusammengestellt.

• Neue Formel

Die Impfstoffformel, die die Hausärzte in diesem Jahr bereitsstellen, bietet dreifachen Schutz: Gegen zwei saisonale Grippeviren und den Schweinegrippe-Erreger. Dies ist laut Müller sinnvoll, da die Grippe noch grassiert. Der neue Impfstoff beerdigt die Diskussion um den Wirkstoffverstärker, der im vergangenen Jahr unter Beschuss geriet. „Die Hausärzte im Landkreis verwenden überwiegend Impfstoffe ohne den umstrittenen Verstärker“, berichtet Dr. Karin Müller. Bei älteren Menschen allerdings sollten Ärzte zu dem verstärkten Impfstoff greifen: „Ihr Körper bildet so besser Antikörper“, sagt Müller.

• H1N1 schlummert noch

Die Schweinegrippeviren sind nicht aus der Welt. Sie können sich jederzeit wieder im großen Stil verbreiten – das bestätigt das Gesundheitsamt der Region Kassel. Die Angst vor einer Pandemie sei jedoch unbegründet: „Auch im vergangenen Jahr verliefen die meisten Schweinegrippeinfektionen harmlos.“

• Schutz für Schwache

Die Impfstoff-Lager im Landkreis sind gefüllt. Das Gesundheitsamt versichert, dass auch in diesem Jahr genug Impfstoff vorhanden sei: „Jeder, der sich impfen lassen will, kann das tun“, sagt Dr. Müller, die bestimmten Bevölkerungsgruppen besonders zum Pieks mit der Nadel rät: „Risikopatienten wird empfohlen, sich impfen zu lassen.“ Dazu gehörten chronisch Kranke, über 60-Jährige und Menschen, die im regen Kontakt mit anderen Menschen stehen.

• Schwangere impfen

Einer weiteren Risikogruppe legt die Leiterin des Kasseler Gesundheitsamts eine Impfung ans Herz: Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Damit kommt sie der Empfehlung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nach, die seit diesem Jahr Schwangeren ausdrücklich zur Impfung gegen saisonale Influenza rät. Eine Impfung gewährleiste den Schutz von Mutter und Embryo.

Infos zur saisonalen Grippeschutzimpfung finden Sie auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. www.bzga.de

Von Pia Schleichert

Quelle: HNA

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