Wanderer folgen 150 Kilometer zum Franziskanerkloster: Halt in Zimmersrode

Pilgern und Sorgen lösen

Führt Gleichgesinnte an: Gabriele Lippek (links) aus Zimmersrode ist selbst leidenschaftliche Pilgerin und freut sich auf den Gottesdienst in der Heimatgemeinde. Kirchenvorstand Ingrid Böhnert lädt in die Dorfkirche ein. Foto: Hebeler

Zimmersrode. Hinter dem Holzkreuz gehen und dazu die Nordhessische Landschaft genießen: Das heilt Körper und Geist. Davon sind die 62 Pilger überzeugt, die am Sonntag, 7. Juli, von der Hermann-Schuchardt-Schule in Hephata zu einer Pilgerreise in das Franziskanerkloster Hülfensberg in Thüringen starten.

Die erste Strecke führt am Sonntag nach Zimmersrode, wo der Kirchenvorstand die Wanderer erwartet und das Gemeindehaus für die Nacht zur Verfügung stellt. Ab 19 Uhr findet dort ein Gottesdienst im Park statt.

„Die Gruppe begibt sich jedes Jahr einmal für eine Woche auf den Weg zum Franziskanerkloster“, erklärte Gabriele Lippek, die die Gruppe anleitet. Dieses Jahr beträgt sie 150 Kilometer. Zum Tagesablauf gehören eine Andacht und Schweigezeiten.

„Jeder bringt andere Sorgen mit“, fügte sie hinzu. Als Ritual dazu werden die Probleme auf einen Zettel geschrieben die in einer Tasche verwahrt, am kleinen Holzkreuz befestigt werden. Am Ende der Pilgerzeit werden diese Zettel gemeinsam verbrannt.

Die Sorgen sollen sich so bildlich in Luft auflösen. Die Pilger nehmen auf ihrem Weg auch solche Zettel von anderen Menschen mit.

Der Abendgottesdienst in Zimmersrode wird vom evangelischen Pfarrer Peter Zschoche und seinem katholischen Kollegen Reinhold Lambert gehalten, bei schlechtem Wetter findet er in der Kirche statt. Die Wanderer sammeln Spenden für ein indisches Projekt ein. Infos unter Tel. 0 66 93/20 46 78. (zeb)

Quelle: HNA

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