Pilotprojekt in Melsungen vermittelt Flüchtlinge in Praktika

Melsungen. Zunächst war es ein Pilotprojekt bei B. Braun in Melsungen. Jetzt starten elf Betriebe im Altkreis mit dreimonatigen Orientierungspraktika für Flüchtlinge in Technikberufen.

Drei Monate lang haben drei Flüchtlinge bei B. Braun in Melsungen ein Orientierungspraktikum absolviert. Es ist ein Pilotprojekt vom Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen in Zusammenarbeit mit B. Braun um zu schauen, wie vor Ort die Integration von Flüchtlingen besser bewerkstelligt werden kann. Die Initiatoren zogen ein positives Fazit und zum 1. September starten insgesamt zwölf Flüchtlinge in elf Betrieben aus dem Altkreis in ein dreimonatiges Orientierungspraktikum.

„QuaTeF“ heißt das Projekt, das vom Berufswahlbüro des Fördervereins gesteuert wird. Die Abkürzung steht für Qualifizierung für Flüchtlinge im Bereich Technik. Jutta Emde vom Berufswahlbüro Übergang Schule-Beruf vermittelt die Flüchtlinge an die Betriebe. Bei einer Infoveranstaltung wurde das Projekt Betrieben aus dem Altkreis vorgestellt. Elf Betriebe stellen einen Praktikumsplatz und nehmen am Projekt teil. Zielgruppe bei diesem Angebot sind Flüchtlinge im Alter von 18 bis 28 Jahren.

Zwei Tage in der Woche sind die Praktikanten im Betrieb und bekommen mit, wie das duale Ausbildungssystem in Deutschland funktioniert. Weitere zwei Tage in der Woche geht es dann in die Berufschule. Dort werden die theoretischen Aspekte vermittelt. Den fünften Arbeitstag in der Woche verbringen die Praktikanten im Berufswahlbüro. „Das größte Ziel der Orientierung ist der Spracherwerb“, sagt Kay-Henric Engel, Leiter der Berufsausbildung bei B. Braun.

Alle drei Monate sollen neue Flüchtlinge in ein Praktikum in verschiedenen Berufen starten. Ein Jahr lang läuft dieses Projekt. Geld verdienen die Praktikanten dabei nicht. Viele Ehrenamtliche beteiligen sich an „QuaTeF“, finanziert wird es aus Spenden und der Projektfinanzierung des Fördervereins für ein zukunftsfähiges Melsungen.

Von Axel Schürgels

Quelle: HNA

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