Hoher Schaden in Jesberg

Pilzbefall bedroht Eschen im Schwalm-Eder-Kreis

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Sorgt sich um die Eschen im Landkreis: der Melsunger Forstamtsleiter Christian-Peter Foet.

Schwalm-Eder. Viele Eschen im Schwalm-Eder-Kreis sind krank. Ein Pilzbefall macht ihnen zu schaffen. Christian-Peter Foet, Leiter des Forstamtes Melsungen, befürchtet, dass gerade viele der jungen Bäume in Folge der Erkrankung sterben könnten.

In Melsungen seien die Bestände infiziert. Zu erkennen sind die erkrankten Bäume leicht an den stark ausgedünnten Blätterkronen und den blattlosen Trieben.

Wegen des Eschentriebsterbens sei in diesem Jahr daher keine einzige Esche im Forstamtsbezirk gepflanzt worden, sagt Foet. "Dabei ist die Esche eine sehr wichtige Baumart. Entlang von Flussläufen ist sie gut gegen Überschwemmungen." In der Möbelindustrie komme sie ebenfalls zum Einsatz. Die Esche bevorzuge feuchte und gute Böden.

Karl Gerhard Nassauer, Leiter des Forstamts Jesberg, hat auch wirtschaftliche Einbußen zu beklagen. Eschenbestände mussten gefällt werden, eine Aufforstung mit anderen Bäume nehme aber viel Zeit in Anspruch. "Perspektivisch ist das eine sehr besorgniserregende Entwicklung", sagt er. Nur wenige Eschen zeigten sich widerstandfähig. Da sich der Pilz hervorragend bodennah ausbreitet, sind gerade junge Bäume und Triebe betroffen.

Für die deutschen Wälder bedeute der aus Osteuropa eingeschleppte Pilz einen weiteren dramatischen Aderlass. (ddd)

Quelle: HNA

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