Hessischer Innenminister Peter Beuth sprach beim CDU-Neujahrsempfang

Plädoyer für die Freiheit

Mit Ehrengast: (von links) Jürgen Lepper, Peter Beuth, Mark Weinmeister, Veronika Backes und Klemens Olbrich. Foto: Decker

Neukirchen. Mit einer kleinen Verspätung begann der offizielle Teil des Neujahrsempfanges der CDU in Neukirchen, da Peter Beuth, Hessischer Minister für Inneres und Sport, für seine Reise in die Schwalm länger als geplant benötigt hatte. Die zahlreich erschienenen Gäste nutzen die Zeit und plauderten angeregt in kleinen und großen Grüppchen bei Sekt und Orangensaft.

Nach Eintreffen des prominenten Gastes begrüßte der Vorsitzende der Neukirchener Christdemokraten, Jürgen Lepper, seine Parteifreunde und Gäste, verbunden mit dem Wunsch für ein glückliches neues Jahr. Innenminister Peter Beuth sprach als Hauptredner des Tages frei im Raum stehend und nach wenigen Sätzen sogar ohne Mikrofon.

Im Zeichen der bevorstehenden Landratswahl im März im Schwalm-Eder-Kreis erinnerte Beuth an gemeinsame Erlebnisse mit dem CDU-Kandidaten Mark Weinmeister in Hessen und einem Kindergarten in Finnland, wo sich beide gegenseitig Bauklötze auf den Kopf gehauen hätten. „Als Freund sage ich, er wäre eine gute Wahl“, so Beuth.

Mit einem Blick zurück auf das vergangene Jahr hob Innenminister Beuth die Gemeinsamkeiten mit den Grünen hervor. Das Engagement der grünen Partei für den Umweltschutz sei dasselbe wie für die CDU die Bewahrung der Schöpfung. Das Attentat auf die Karikaturisten in Paris im Januar nahm der Innenminister zum Anlass, ein Plädoyer für die Freiheitsrechte zu halten.

„Keine Terrorhinweise“

„Zur Zeit gibt es keine konkreten Hinweise auf geplante Terrorakte in Hessen“, betonte Beuth. Theoretisch sei ein Anschlag zwar immer möglich, aber es sei wichtig, sich nicht ängstlich zurück zu ziehen, sondern für die Freiheit einzustehen.

Mark Weinmeister, hessischer Staatssekretär für Europaangelegenheiten, nutzte die Gelegenheit, bei seinen Parteifreunden für ihre Unterstützung bei der Landratswahl zu werben. „Ich möchte der erste schwarze Landrat im Schwalm-Eder-Kreis werden“, sagte Weinmeister.

Vom Streit im Parlament

Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich nahm die Gelegenheit des prominenten Besuchs aus Wiesbaden wahr und betrieb Lobbyismus im eigenen Interesse. Die zurückliegenden Streitigkeiten im Stadtparlament über die Abschaffung ihres Eigenbetriebs (wir berichteten) könnten ganz einfach behoben werden, so Olbrich. „Sie müssen das Gesetz nur um den Satz erweitern: Kommunen unter 10 000 Einwohnern dürfen sich keine Eigenbetriebe leisten“, gab er dem Innenminister mit auf den Weg.

Veronika Backes, CDU-Fraktionsvorsitzende in Neukirchen, bedankte sich in ihrem Schlusswort in bei den Rednern und lud zum weiteren Diskutieren ein.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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