Druckerei will Kunden unbedingt halten

Plag: Anwalt ist sehr zuversichtlich

Schwalmstadt. Einen Zwischenstand zum vorläufigen Insolvenzverfahren über das Vermögen der Druckerei Plag in Treysa hat Dr. Hans-Jörg Laudenbach mitgeteilt. Der Gießener Anwalt ist als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.

„Es geht auf jeden Fall weiter in den kommenden Monaten“, sagte der Jurist der HNA. Er sei in Sorge, weil in der ersten Mitteilung aus Hephata möglicherweise ein zu negatives Bild entstanden sei. Das habe die 17 Mitarbeiter getroffen.

Laudenbach sagte, die Liquidität der Plag gGmbH sei gut, es sei möglich, das Ruder herum zu reißen, „dafür werde ich als vorläufiger Insolvenzverwalter jede Chance ergreifen, wir kriegen das hin“.

Sehr positiv sei, dass Hephata seine Druckaufträge bei dem Unternehmen belassen werde und seine grundsätzliche Unterstützung zugesagt habe. Es müsse jetzt Ruhe in den Betrieb gebracht werden, die Zusammenarbeit mit den Lieferanten sei gesichert.

Über Kostensenkungen will Laudenbach Fortschritte machen, so soll ein geleastes Fahrzeug abgestoßen werden. Auf dem Prüfstand stehen die Veräußerung von Maschinen und die Umwandlung von Versicherungen. Entscheidend sei es aber, die Hauptkunden zu halten. Durch das Insolvenzgeld könne nun drei Monate lang ohne Personalkosten gearbeitet werden, das gebe viel Hoffnung. Für den 1. September werde dann die Eröffnung des Insolvenzverfahrens erwartet.

Das Hessische Diakoniezentrum Hephata hatte als alleiniger Gesellschafter Ende Juni die vorläufige Insolvenz angemeldet. (aqu)

Quelle: HNA

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