Plan für Windpark zwischen Immichenhain und Hattendorf  steht

+
Pläne für Ottrau: Wie diese Anlagen zwischen Sachsenhausen und Appenhain müssen die Windräder bei Immichenhain mindestens einen Kilometer Abstand zur nächsten Siedlung haben.

Ottrau/Ziegenhain. Wenn alles nach Plan geht, drehen sich die ersten Windräder in Ottrau Ende 2014. Werner Braun, Aufsichtsratsvorsitzender der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll stellte am Donnertagabend die möglichen Standorte für Windkraftanlagen in der Gemarkung der Gemeinde Ottrau vor.

Auch auf einer Informationsveranstaltung in Ziegenhain einen Tag zuvor, hatte Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft, Horst Kaisinger, den etwa 300 Zuhörern erklärt, wie wichtig das lokale Engagement sei: „Das Geld aus der Windkraft muss den Menschen vor Ort zu Gute kommen.“

Rechts der Straße zwischen Immichenhain und Hattendorf sollen bis zu fünf der Anlagen entstehen. Die Projektierung für diesen ersten Windpark läuft bereits. Der Bauantrag soll im November eingereicht werden. Im Dorfgemeinschaftshaus Immichenhain erklärte er vor etwa 50 Zuhörern, dass dort insgesamt bis zu zwölf Anlagen gebaut werden könnten. Neben dem geplanten Windpark zwischen Immichenhain und Hattendorf, hat die Genossenschaft weitere Waldstücke von Hessenforst vertraglich gesichert. Diese liegen am Bechtelsberg und am Rimberg. „Laut Windkarte gibt an allen drei Standorten gute Voraussetzungen für die Gewinnung von Windenergie“, erklärte Braun. Außerdem gebe es dort keine Einschränkungen. „Die Areale liegen weit genug von Siedlungen entfernt und es gibt dort keine geschützten Vogelnistplätze.“ Mindestens einen Kilometer Abstand müssten die Windräder zu Wohngebieten haben.

Die Genossenschaft agiert nur als Platzhalter. „Wir sichern die Gebiete vor auswärtigen Investoren“, erklärte Braun. Ziel sei es, die Grundstücke später an lokale Genossenschaften abzugeben. „Die Bürger haben die Möglichkeit, sich in Form einer eigenen Genossenschaft oder als Einzelinvestor zu beteiligen.“ Auf diesem Weg bliebe die Wertschöpfung aus der Windkraft vor Ort. „Andernfalls würden Unternehmen von außerhalb profitieren.“ Aufzuhalten ist der Bau der Windparks scheinbar nicht. Braun: „Wenn die Bürger die Windparks nicht wollen, baut sie jemand anderes.“ Dann aber ohne die Bevölkerung mit einzubeziehen.

Von Jonathan Vorrath und Matthias Haaß

Quelle: HNA

Kommentare