Areal in der Wasserfestung wurde nach umfassender Sanierung wieder freigegeben

Platz gibt Geschichte Raum

Neue Stadtansicht ist die alte: Jetzt ist der Paradeplatz in Ziegenhain nach mehrmonatiger Sanierung wieder zugänglich. am Bauprojekt Beteiligte, Ziegenhainer und Mandatsträger begleiteten die Freigabe am Dienstagabend vor dem Museum der Schwalm. Fotos: Grede 

Ziegenhain. Ein Oval, das sich seiner Geschichte öffnet: Schlicht und ansprechend in seiner Gestaltung – so präsentierte sich der Ziegenhainer Paradeplatz den ersten Besuchern am Dienstagabend anlässlich seiner offiziellen Freigabe nach der monatelangen Sanierung.

Bürgermeister Wilhelm Kröll hob die besondere Atmosphäre dieses Platzes hervor: „Hier soll man den Hauch der Geschichte spüren und erleben.“ Und tatsächlich, in Anlehnung an die historischen Gegebenheiten scheint den Planern dies gelungen zu sein. Eigentlich ist nicht der Platz, der dem Betrachter zuerst ins Auge fällt. Fast bescheiden nimmt er sich zurück mit seinem schlichten Sandsteinpflaster in verschiedenen Größen und dem dezenten Mobilar. Die Aufgabe des neugestalteten Paradeplatz scheint es zu sein, den Blick frei zu geben auf das historische Gebäudeensemble, das ihn umgibt. Nicht nur das sandsteingeschotterte Oval in der Mitte erinnert an die ursprünglich Funktion des Areals als Exerzierplatz für die landgräflichen Soldaten. Auch mit der Bepflanzung – kleinkronige Linden in viereckigen Pflanzinseln – greifen die Gestalter den ursprünglichen Charakter des Paradeplatzes auf, das belegen historische Stadtansichten. Das Mobiliar ist insgesamt zurückhaltend verteilt: Die Schotterfläche umgeben schlichte Metallsitzbänke, Papierkörbe und Pfosten. Sie können laut Heiko Völke vom Planungsbüro Oppermann bei Bedarf aus ihren Verankerungen entfernt werden, so dass sich zum Weihnachtsmarkt oder Kirmesansingen auf dem Platz Raum ohne Barrieren bietet.

Ins rechte Licht rückt das historische Ensemble ein Pilotprojekt der Eon. Sieben der historischen Gebäude rund um den Paradeplatz werden mit moderner LED-Technik effektvoll und energiesparend in Szene gesetzt.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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