Stadt reagiert auf Mangel an Grundstücken – Hohler Graben sei eine sinnvolle Lösung

Platz für bis zu 25 Häuser

Hier könnten Einfamilienhäuser entstehen: In das Gebiet südlich der Straße „Am Hohlen Graben“ könnten Häuser und Parkplätze gebaut werden. Foto: Yüce

Fritzlar. Die Bauplätze in der Fritzlarer Kernstadt sind knapp. Eine gute Nachricht für alle, die dort einen Bauplatz suchen, gab es am Donnerstagabend bei der Stadtverordnetensitzung. Die Parlamentarier sprachen sich einstimmig dafür aus, dass das Gebiet südlich der Straße „Am Hohlen Graben“ für die Wohnbebauung genutzt werden soll. Dabei handelt es sich zunächst um einen Grundsatzbeschluss.

Bis zu 25 Einfamilienhäuser könnten vom Berliner Platz bis zum Fußweg entlang des Parkplatzes an der Stadthalle entstehen, erklärte Peter Kuttelwascher für den Ausschuss Planen und Umwelt. Es sei auch der Bau von Doppelhäusern oder kleinen Mehrfamilienhäusern denkbar.

Im westlichen Planungsbereich (unterhalb des Ärztehauses) sei zu viel Schatten und daher könnten dort weitere zentrumsnahe, öffentliche Parkplätze entstehen – so eine erste Idee. Bereits 2007 gab es Planungen dafür.

Doch sprachen sich damals die Naturschutzbehörden dagegen aus. „Es sollte eine Frischluftschneise erhalten bleiben“, so Kuttelwascher. Mit den nun vorgelegten Plänen erfülle man diese Forderung.

Über die dynamische Entwicklung Fritzlars freute sich Martin Hannappel (SPD). „Der Zuzug lässt uns an Grenzen stoßen, wir müssen reagieren“, so Hannappel. Wer vom demografischen Wandel rede, müsse auch etwas für junge Familien tun. Die Suche nach geeigneten Bauplätzen in der Innenstadt habe die CDU lange beschäftigt, so Dr. Hans-Gerhard Heil. Die Strecke entlang des Hohlen Grabens sei eines der wenigen sinnvollen Projekte. „Dort ist bislang nur eine Seite bebaut, es wäre eine sinnvolle Ergänzung“, erklärte er.

Die nächste Möglichkeit sei eine Außenerweiterung der Stadt, doch auch das wolle die CDU nicht. Ebenfalls für die Bebauung des Hohlen Grabens mit Familienhäusern sprachen sich die Grünen aus. „Bei einigen der Grundstücke dort gibt es bereits Verwahrlosungstendenzen“, so Kuttelwascher. Zudem dürfe nach jetziger Planung die Bauzeile nur zwölf Meter in den Hangbereich gebaut werden.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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