Sonntag Einweihung: Ehre für verdiente Historiker

Platz für Pioniere

Würdigung zweier Männer: Zu Ehren von Horst Munk und Herbert Heidenreich wird ein Platz in Trutzhain nach den beiden Historikern benannt. Ortsvorsteher Georg Weirich zeigt das Schild für den Platz und eine biografische Schrifttafel, die daneben montiert wird. Foto: Trümper/nh

Trutzhain. Einen Namen bekommt am Sonntag, 13. März, der Platz vor der Gedenkstätte und Museum Trutzhain. An diesem Tag bekommt das kleine Areal offiziell den Namen „Munk-Heidenreich-Platz“ und wird mit einem Namensschild versehen.

„Die Beiden haben sich um ihr Dorf verdient gemacht“, fasst Georg Weirich, Ortsvorsteher von Trutzhain, die Idee für die Ehrung von Horst Munk und Herbert Heidenreich zusammen. Den entsprechenen Vorschlag hatte der frühere Ortsvorsteher Arthur Renftel eingebracht, zugleich ein enger Freund der beiden verstorbenen Historiker.

„Die Verdienste der Herren Munk und Heidenreich um das einstige STALAG IX A und heutige Dorf Trutzhain sind immens“, meint Renftel.

Aussöhnung vorangetrieben

Der 1921 geborene Horst Munk habe die Aussöhnung zwischen ehemaligen französischen Kriegsgefangenen und Trutzhainer Heimatvertriebenen vorangetrieben, erklärt dazu eine Schrifttafel. Durch den Kontakt zu dem damaligen Lagerpfarrer Abbé Pierre Dontin hätten frühere STALAG-Insassen ausfindig gemacht werden können. Ein Austausch und gegenseitige Besuche über Jahre hinweg folgten. Für dieses Engagement wurde Munk 2003 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Zwei Jahre nach dieser großen Ehrung verstarb Horst Munk.

Herbert Heidenreich konzentrierte sich bei seiner Arbeit auf das Thema Heimatvertriebene.

Der 1927 geborene Steinmetz und Heimatforscher dokumentierte das kulturelle Erbe der Vertriebenen und machte bei seinen archäologischen Forschungen in der Schwalm verschiedene historische Funde – wie etwa das alte Trutzhain oder die Wüstung Falkenhain. Herbert Heidenreich starb im Jahr 2000.

Horst Munk, Herbert Heidenreich und Abbé Pierre Dentin gründeten 1983 in Trutzhain gemeinsam das Museum des Friedens, wie es damals hieß. Anfangs war das Museum noch in einem 16 Quadratmeter großen Raum im Dorfgemeinschaftshaus Trutzhain untergebracht.

Die drei sammelten erste Ausstellungsstücke und sicherten sich finanzielle Unterstützung durch Bund, Land und Stadt, was 2003 zum Umzug des Museums in eine umgebaute Lagerbaracke führte.

Horst Munk und Herbert Heidenreich leiteten gemeinsam das Museum bis zur Übernahme durch die Stadt Schwalmstadt.

Zur Namensgebung für den Platz am Sonntag sind die Angehörigen beider Familien eingeladen, aber auch alle Trutzhainer sind willkommen. An diesem Tag ist auch die Gedenkstätte und Museum Trutzhain geöffnet. (nh) Termin: Einweihung des „Munk-Heidenreich-Platz“ am Sonntag, 13. März, 11.15 Uhr.

Von Christian Trümper

Quelle: HNA

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